Halloween-Prozess

19-Jähriger gab Randalierer faustgroße Wurf-Steine

Oberösterreich
06.03.2023 09:00

Am Montag geht der zweite Halloween-Prozess in Linz über die Bühne. Einem Spanier, der für Munition für einen der Randalierer sorgte, drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Drei Stunden – danach soll das Urteil im zweiten Halloween-Prozess in Linz heute fallen. Nachdem in der Vorwoche ein 22-jähriger Syrer zu eineinhalb Jahren Haft, davon sechs Monate unbedingt Gefängnis, verurteilt worden war, weil er „nur“ dabei war, als Steine und Pyrotechnik auf Polizisten geworfen wurden, drohen dem heute angeklagten 19-jährigen Spanier bis zu fünf Jahre Haft. 

Ein Rucksack voller Steine
Denn er dürfte einer der Rädelsführer, beziehungsweise Hintermänner der Unruhen, die durch ein Online-Video geschürt und zeitlich organisiert waren, sein. Kam er doch laut Anklage mit einem Rucksack voller Steine, in genau der richtigen Größe, um diese werfen zu können. „Der Angeklagte soll diese Steine an Personen in der Menschenmenge verteilt und gefordert haben, diese gezielt gegen Polizisten zu werfen“, sagt Gerichtssprecher Walter Eichinger. Außerdem soll der 19-Jährige auch selbst mit Steinen und Böllern die bis zu 170 Beamten „unter Feuer“ genommen haben.

Am Donnerstag dritter Prozess
Diese Woche gibt’s am Donnerstag dann den dritten Halloween-Prozess. Dann sitzen eine 15-Jährige und zwei Freunde (15, 16) auf der Anklagebank. Sie sollen aus Tschechien verbotene Böller nach Linz zu den Randalen geschmuggelt, diese an die Mitstreiter verteilt haben, um die Exekutive zu bewerfen. Da dieses Trio unters Jugendstrafgesetz fällt, ist der Strafrahmen halbiert – also maximal zweieinhalb Jahre Haft.

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