In der Gemeinde Schalchen sollen sich ab dem kommenden Jahr auf 15 Hektar derzeitigem Grünland Firmen ansiedeln. In der Areal-Mitte bleibt aber eine riesige Fläche grün, weil ein Landwirt seinen Grund nicht abgeben will.
Bereits seit acht Jahren laufen die Planungen für das Gewerbegebiet Süd in Schalchen. Ähnlich dem Pendant im Norden der Gemeinde sollen in der Nähe von Mattighofen und Munderfing rund 15 Hektar Grünland versiegelt werden, damit sich Firmen ansiedeln können. Kritiker sprechen von einem KTM-Gelände, da für das Unternehmen der größte Brocken vorgesehen ist. Dafür hat das Unternehmen in den letzten Jahren auch reihenweise Grundstücke erworben.
Erste Eröffnungen 2024
Ein Landwirt lehnte aber jegliche Kaufangebote ab, weshalb im Zentrum des Gewerbeareals eine große Ackerbaufläche vorgesehen ist. „Das stört nicht. Es stimmt auch nicht, dass es ein KTM-Gelände ist. Es werden sich auch andere Firmen ansiedeln. Derzeit ist auch noch völlig unklar, was KTM hier tatsächlich errichten will. Im Gespräch war vor einiger Zeit eine Mitarbeiter-Ausbildungsakademie“, erklärt SP-Bürgermeister Andreas Stuhlberger. Bereits im kommenden Jahr soll es die ersten Eröffnungen geben.
Einsprüche gegen Projekt
Bis Dienstag, 21. Februar, konnten am Gemeindeamt Einsprüche deponiert werden. Stuhlberger: „Es gibt einige Einwendungen. Ich bin überzeugt, dass deswegen das Land die Umwidmung nicht untersagen wird.“
Auf Hochwasserschutz geachtet
Problematisch könnte der Hochwasserschutz werden. 2013 stand das Gebiet um den Schwemmbach unter Wasser. „Entlang der Bahn haben wir ein Überflutungsgebiet mit einem 50 Meter breiten Streifen geplant“, so der Bürgermeister. Er möchte möglichst rasch mit der Planung für die Erschließung des Gebiets beginnen. Im Budget der Gemeinde sind dafür 250.000 Euro vorgesehen.
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