Nach Home-Invasion-Urteil in Ried prüfte der Anwalt die Optionen für den Räuber. Eine Abschiebung und Einreiseverbot wären für den Verurteilten „annehmbar“.
Vier Jahre Haft für eine Home-Invasion in Belgien, jetzt noch einmal fünf Jahre wegen des Überfalls auf ein Unternehmerehepaar in Ried – macht für einen kosovarischen Iren (38), der am Freitag für den 775.000-Euro-Coup vor zehn Jahren verurteilt wurde, in Summe neun Jahre Haft. Dazu, und das scheint schwerer zu wiegen: 566.000 Euro Regress für die Versicherung, die den Opfern (73, 64) einen Großteil des Schadens ausbezahlt hatte. Die Opfer sollen je 1000 € erhalten.
Volle Berufung gegen das Urteil
Diesen Ersatz soll sich der nun Verurteilte mit seinen drei Komplizen – die er allerdings nicht kennen will – teilen. „Der Titel für die Exekution hat 30 Jahre Bestand. Wird mein Mandant in den Kosovo oder nach Irland abgeschoben, wird das Einbringen schwierig“, sagt Anwalt Michael Lanzinger zur „Krone“. Er hat volle Berufung gegen das Urteil angemeldet, der Staatsanwaltschaft ist die Strafhöhe zu gering.
„Mein Mandant hat in Belgien die vollen vier Jahr abgesessen und in Österreich auch schon acht Monate“, rechnet Lanzinger nach – damit wäre die Hälfte der Gesamtstrafe verbüßt. Eine bedingte Entlassung mit Aufenthaltsverbot in Österreich wäre also theoretisch möglich und eine Option, da der Kosovare in Österreich keine Bindungen hat – die anderen, inhaftierten Räuber kenne er ja nicht.











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