73 Prozent der Liechtensteiner stimmten gegen Casino-Verbot: In keiner der elf Liechtensteiner Gemeinden erreichten die Initiatoren der Casino-Verbots-Initiative eine Mehrheit für ihr Anliegen. Landtag, Regierung, Fürstenhaus und Wirtschaftsverbände hatten sich schon im Vorfeld der Abstimmung dagegen ausgesprochen.
Mit sechs Spieltempeln verfügt das Fürstentum mit rund 39.000 Einwohnern über eine extrem hohe Casino-Dichte - und eine durchaus lukrative Einnahmequelle. Aus den Spielbetrieben flossen im Jahr 2022 rund 40 Millionen Franken in die Staatskasse. Für dieses Jahr ist eine nochmalige Erhöhung auf etwa 43 Millionen prognostiziert.
Zu den Einnahmen tragen auch die Vorarlberger ihren Teil bei. Für die Oberländer ist der Weg ins Casino nach Liechtenstein wesentlich kürzer als nach Bregenz. Und auch wer in Österreich gesperrt ist, darf im Nachbarland nach Herzenslust spielen.
Für Pierre Mitternöckler, Sprecher der Wettunternehmer der Vorarlberger Wirtschaftskammer kommt die Entscheidung wenig überraschend. „In Liechtenstein hat man schnell begriffen, dass die Liberalisierung des Glücksspielmarktes einem Land zwei Dinge bringen kann. Zum einen Mehreinnahmen für das Land, zum anderen die Kontrolle des Glückspielangebots.“
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