Die Sozialdemokraten fordern, dass an Vorarlbergs Schulen gratis Hygieneartikel für Mädchen zur Verfügung gestellt werden sollen. Das solle auch zur Enttabuisierung der Monatsblutung beitragen.
Sollen an Bildungshäusern Binden und Tampons gratis zur Verfügung gestellt werden? Die Frauensprecherin der SPÖ Vorarlberg, Elke Zimmermann, findet ja. „Die Monatsblutung ist heutzutage oftmals immer noch ein Tabuthema. Für junge Mädchen ist die Periode daher vielfach mit Scham verbunden. Wenn die Regelblutung dann auch noch unerwartet auftritt und keine entsprechenden Hygieneartikel verfügbar sind, kann das für Mädchen und junge Frauen zu einer unangenehmen Erfahrung werden“, sagt sie.
Der Zugang zu Monatshygieneartikeln sei ein grundlegendes Recht, findet Zimmermann. Deshalb fordern die Sozialdemokraten in einem Antrag, dass in den Landesschulen künftig kostenfrei Tampons und Binden in den Mädchentoiletten bereitgestellt werden sollen.
Sichtbarmachung
Für Zimmermann spielt bei den kostenfreien Hygieneartikeln zum einen der gesundheitliche Aspekt eine Rolle, wichtiger sei aber die damit verbundene Signalwirkung: „Die Hälfte der Menschheit hat eine Monatsblutung und trotzdem wird meist noch immer hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen. Ich denke, es ist daher wichtig, dass man das Thema Menstruation auch sichtbarer macht und damit zeigt, dass es etwas ganz natürlich ist“. Damit dies allerdings passiere, müsse das Thema auch im Alltag der Menschen präsenter sein, meint Zimmermann. Das Angebot von kostenfreien Hygieneartikeln in Schulen sei dabei ein erster Schritt in die richtige Richtung.
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