Ukraine-Krieg

Nach Raketenschlag: Das sind die Opfer von Dnipro

Ukraine-Krieg
19.01.2023 21:37

Am Samstag, dem 14. Jänner, schlug eine russische KH-22-Rakete ohne Vorwarnung in ein Wohnhaus der ukrainischen Großstadt Dnipro ein. Laut dem Bürgermeister der Stadt, Boris Filatow, wurden bislang 44 Menschen dadurch getötet, darunter fünf Kinder.

39 Menschen konnten aus den 8000 Tonnen Schutt gerettet werden, unter ihnen sechs Kinder. 79 Menschen wurden verwundet, unter ihnen 16 Kinder. Von 20 Menschen fehlt nach wie vor jede Spur.

Schicksale der Opfer bewegen
Die Schicksale bewegen. Kinder haben ihre Eltern verloren und Eltern ihre Kinder. Manche müssen nun ohne ihren Partner weiterleben. Es sind einfache Menschen - wie du und ich.

Katerina Zelenska ist 27 Jahre alt. 20 Stunden lang lag sie unter dem Schutt. Da sie taub ist, konnte sie nicht um Hilfe rufen. Als man sie fand, hatte sie nur noch 31 Grad Celsius Körpertemperatur. Ihr einjähriger Sohn und ihr Ehemann wurden bislang noch nicht gefunden. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass sie noch leben.

Hier wohnte Mykhailo, ein bekannter Boxtrainer und Vater von zwei Töchtern. Als die Rakete einschlug, machte er sich gerade für einen Spaziergang mit seiner Familie fertig. Dazu sollte es allerdings nie kommen - er starb in seinen eigenen vier Wänden.

Maria Lebid wurde nur 15 Jahre alt. Sie war Präsidentin ihrer Schule und Tänzerin. Beim Raketeneinschlag war sie zu Hause.

Oxana lebte mit ihren zwei Töchtern Leila und Mykhaylyna im vierten Stock des Wohnhauses in Dnipro. Alle drei verloren bei dem Angriff ihr Leben.

Russische Rakete traf Wohnhaus
Die Szenen, die sich am Wochenende in der Stadt Dnipro im zentralukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk abgespielt haben, sind an Grauen kaum zu überbieten. Eine russische Rakete hatte in ein Hochhaus eingeschlagen, in dem sich ausschließlich Wohnungen befanden.

Aufgrund des Wochenendes und der späten Stunde waren viele Bewohner zu Hause, als das Geschoss detonierte und das Gebäude, in dem in insgesamt 72 Wohnungen an die 200 Menschen gemeldet gewesen waren, in sich zusammenstürzte.

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