Im Vorjahr stand ein 17-jähriger Linzer vor Gericht, weil er gemeinsam mit Komplizen ein Polizeiauto angezündet hatte. Am Donnerstag wurde am Landesgericht Linz dem jungen Mann erneut der Prozess gemacht, er soll mit Freunden ein Taxi geraubt und den Fahrer verprügelt haben. Er fasste eine Haftstrafe aus.
Der Fall erregte im November österreichweit Schlagzeilen, weil er Teil einer ganzen Serie von Überfällen und Diebstählen von größtenteils unmündigen Tätern in Oberösterreich war. Der nun angeklagte Linzer war Teil dieser lose verbundenen Bande.
Taxifahrer verprügelt
Er soll laut Anklage in der Nacht auf den 9. November gemeinsam mit den zwei 13-Jährigen - einem Burschen und einem Mädchen - in Linz in ein Taxi genommen haben. Die drei Jugendlichen ließen sich dann nach Kronstorf fahren. Dort soll der amtsbekannte 13-jährige Bursch eine Waffe in seiner Jackentasche vorgetäuscht und dem 55-jährigen Taxilenker gedroht haben, ihn zu erschießen, wenn er ihnen nicht sein Auto geben würde.
Bis zu fünf Jahre Haft
Doch damit nicht genug: Gemeinsam sollen die zwei Burschen anschließend den Fahrer verprügelt und aus seinem Fahrzeug vertrieben haben. Anschließend fuhr das Trio mit dem Auto davon. Unterwegs brachen die Jugendlichen laut Anklage in einen Supermarkt ein und in eine Tankstelle - sie brauchten Öl, weil sie das gestohlene Taxi beschädigt hatten und der Wagen Öl verlor. Dem 17-Jährigen werden von der Staatsanwaltschaft Linz Raub und Einbruchsdiebstahl zur Last gelegt, ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.
18 Monate Haft
Nach einem kurzen Prozess wurde der Linzer zu 18 Monaten Haft, davon allerdings 12 bedingt, verurteilt. Der Bursch nahm das Urteil an, die Staatsanwalt gab zunächst keine Erklärung ab, damit ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.
Erneut angeklagt
Für den Angeklagten ist der Gang vor das Gericht keine Premiere. Der damals 16-Jährige war im März 2021 vor Gericht gestanden, weil er als Teil einer Bande ein Polizeiauto angezündet hatte und damals sieben Monate Haft, davon zwei unbedingt, erhielt. Der Bursch habe aus allem „sehr, sehr viel gelernt“, wie sein Anwalt damals meinte. Wie viel, sieht man in seinem Verhalten!
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