Kärntens Skisprung-Youngster Daniel Tschofenig gilt nicht erst seit seinem Quali-Sieg beim Weltcup in Zakopane als brandheiße Aktie. ORF-Co-Kommentator und Olympiasieger Martin Koch sieht für den 20-Jährigen nach oben keine Grenzen.
Nachdem Thomas Morgenstern und Martin Koch 2014 ihre tollen Karrieren beendet haben, gibt‘s mit dem Hohenthurner Daniel Tschofenig endlich wieder einen Kärntner Aufsteiger im Weltcup. Der 20-Jährige hat diese Saison bereits fünf Springen in den Top-10 beendet, wurde bei der Vierschanzen-Tournee Gesamt-Achter - und gewann Freitag in Zakopane seine erste Qualifikation. „Für ihn gibt es nach oben keine Grenzen, er kann eine Karriere wie zum Beispiel Stefan Kraft hinlegen“, streut der Villacher seinem Landsmann Rosen.
„Haifischbecken Weltcup“
Was Koch beim ÖSV-Youngster imponiert hat? „Wie er nach den durchwachsenen Bewerben in Titisee-Neustadt mit Platz 33 und 23 sofort zurück in die Spur gefunden hat, das ist eine große Qualität. Ihm fehlt nur noch eine bessere Schanzenkenntnis. Er muss auch lernen, wie er sich im Haifischbecken Weltcup gegen die Arrivierten behaupten kann.“
Aber auch sonst freut sich Koch, dass ihm im Weltcup mit Maximilian Ortner und Markus Müller noch weitere Kärntner über den Weg gelaufen sind: „Wir hatten in den letzten Jahren doch ein Loch im Skispringen, sogar österreichweit. Jetzt ernten wir die Früchte, weil die Nachwuchsarbeit dann wieder intensiviert worden ist. Auch Ortner und Müller haben ihre Visitenkarte bereits abgegeben.“
Selbstauferlegtes Flugverbot
Als ORF-Kameraspringer ist er bei fast jeder Weltcupstation dabei, muss mit seinen 40 Jahren immer noch fit sein. „Sonst würde das gar nicht gehen. Ich denke, dass ich auf die Weltbesten bei gleichen Voraussetzungen derzeit um die 20 Meter verlieren würde - es macht mir immer noch Spaß.“ Nur über eine Flugschanze würde sich der ehemalige Top-Flieger (241,5 Meter war sein Rekord) nicht mehr trauen: „Damit habe ich seit der Geburt meiner Tochter Olivia aufgehört. Ich gehe dieses Risiko nicht mehr ein.“
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