Nach parierter Kostenexplosion lassen Umweltpläne im Rahmen des „Green Deals“ der EU die Wogen bei Landwirten hochgehen. Es drohen Einkommensverluste, auch die heimische Erzeugung von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen ist gefährdet.
Obwohl die Kosten für Energie, Dünger und Futter im Vorjahr explodiert sind, konnten unsere Bauern die Erzeugerpreise großteils anpassen. Dennoch bleibt es herausfordernd, Landwirt zu sein, verursachten doch Wetterextreme 47 Millionen Euro Schaden in OÖ.
Brachlegen von Flächen
Nun droht durch den „EU-Green Deal“ neues Ungemach. So sollen u. a. 30 Prozent der Felder unter Schutz gestellt werden. „Wenn ich nur ein Drittel davon bei mir umsetze, spüre ich das im Einkommen“, sagt Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ und Bio-Bauer.
Weniger Schädlingsbekämpfung
Auch Pflanzenschutzmittel sollen stark reduziert werden: „Alles Maßnahmen, die die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen gefährden.“ In Rage bringt ihn auch der EU-Klimazoll ab 2026: „Agrarprodukte sind nämlich ausgenommen, das fördert Übersee-Importe.“
Import ist zig Mal schädlicher
Das würde auch dem geplanten Handelsabkommen Mercosur mit Südamerika in die Hände spielen. Die Produktion eines Kilos Rindfleisch verursacht in Österreich 14,2 Kilogramm Treibhausgase, in der EU gesamt 22 und in Brasilien sogar 80 Kilogramm. „Aber das letzte Wort ist beim ,Green Deal‘ noch nicht gesprochen, der Widerstand wächst. Die Diskussion wird sich heuer zuspitzen“, glaubt Waldenberger.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.