In Vorarlberg hat die Anzahl der Firmenpleiten 2022 stärker zugenommen als im Rest Österreichs. Keine Panik, sagt die Wirtschaftskammer Vorarlberg.
„Die Vorarlberger Unternehmen sind sehr gut aufgestellt und das trotz enormer Herausforderungen“, blickt der Präsident der Vorarlberger Wirtschaftskammer, Wilfried Hopfner, optimistisch in das neue Jahr. Die positive Grundstimmung lässt er sich auch durch die gerade erst veröffentlichte Insolvenzstatistik 2022 nicht trüben.
Wirtschaft dennoch stabil
Dort nämlich belegt das Ländle bei der Zunahme von Firmenpleiten mit 127,5 Prozent den ersten Platz. Gemessen in absoluten Zahlen - 116 Insolvenzen - ist die Vorarlberger Wirtschaft aber dennoch stabiler als in jedem anderen Bundesland.
Ich sehe keinerlei Besonderheiten in Vorarlberg. Im Gegenteil, unsere Unternehmen sind sehr gut aufgestellt.
Wilfried Hopfner, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg
Für Hopfner ist die Situation daher auch weit entfernt von besorgniserregend. „Ich sehe keinerlei Besonderheiten in Vorarlberg. Es gibt auch keinen Branchencluster“, führt der Wirtschaftskammerpräsident den Insolvenzanstieg vor allem auf das Auslaufen der Corona-Hilfsmaßnahmen zurück.
„Es ist schon lange klar, dass Firmen, die vor allem aufgrund der staatlichen Unterstützungsleistungen überleben konnten, irgendwann Probleme bekommen“, sagt Hopfner. Die größten Engpässe sieht er derzeit bei Energie und Arbeitskräften. „Auch wenn die Steigerung schmerzt, im Österreichvergleich sind die Energiepreise in Vorarlberg sehr gut.“
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