Es war eine der guten Folgen der Corona-Pandemie: Viele Menschen holten sich vierbeinige Mitbewohner, oft auch aus Tierheimen zu sich. Doch mit dem Ende des verpflichteten Homeoffice war vielen plötzlich die Zeit zu knapp für das Haustier.
Seither hatten die Tierheime wieder mit einer deutlichen Zunahme an abgegebenen Hunden und Katzen zu kämpfen. Erst kurz vor Weihnachten, als noch Eiseskälte herrschte, wurden drei Samtpfoten vom herzlosen Besitzer einfach in einem Park in Wien ausgesetzt. Die schwarzen Kätzchen wurden zum Glück aber noch rechtzeitig gerettet. Sie erholen sich jetzt im Tierschutzhaus Vösendorf im Bezirk Mödling, wo die kleinen Racker auf „Tick, Trick und Track“ getauft wurden.
Dort teilen sie ihr Schicksal mit „Bernhard und Bianca“ - zwei Stubentigern, die unterkühlt auf einer Baustelle entdeckt worden waren - sowie „Lio“, der in einem Garten umherirrte.
Stadt erlässt gesetzliche Hundeabgabe
Aber auch die grassierende Teuerung ist nun der nächste Stolperstein für einige Besitzer und ist ein Grund, warum die Tiere abgeben oder sogar ausgesetzt werden. Um Haustierbesitzer und Tierheime zu entlasten, setzt die Stadt Traiskirchen nun konkrete Maßnahmen. Sie greift Besitzern finanziell unter die Arme und erlässt ihnen für drei Jahre die gesetzlich vorgeschriebenen Abgaben. „Diese werden ab sofort in Form einer Förderung wieder zurückgezahlt“, erklärt Bürgermeister Andreas Babler, der selbst Hündin „Ika“ in seiner Familie willkommen hieß.
Die Initiative, die im ganzen Land Schule machen könnte, soll auch die übervollen Tierheime entlasten, die nach Weihnachten ohnehin wieder mit einer neuen Welle an „Findlingen“ rechnen.
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