Fordern neue Regeln
Polen-Premier: „Mit Meloni wollen wir EU erneuern“
Der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki hofft auf eine enge Zusammenarbeit mit seiner italienischen Amtskollegin Giorgia Meloni zur Reform der EU. „Polen und Italiener haben die Nase voll von den Vorschriften der europäischen Bürokratie und wollen die EU erneuern. Mit Meloni wollen wir die EU erneuern“, erklärte Morawiecki.
„Die gemeinsamen Punkte mit Melonis Agenda sind ein Europa der Heimatländer statt eines europäischen Superstaates. Die Polen und Italiener wollen eine echte Demokratie. Wir wollen die EU erneuern, indem wir zu ihren Gründungsprinzipien zurückkehren“, so der polnische Premier im Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Stampa“.
„Wir stehen vor der Wahl zwischen einer echten Solidarität gleichberechtigter Staaten und einem einzigen Superstaat, in dem letztlich die größten Länder die Trümpfe in der Hand halten“, meinte Morawiecki.
Forderung nach neuen Abstimmungsregeln
Er forderte auch neue Abstimmungsregeln in der EU. „Entweder herrscht Einstimmigkeit oder die Tyrannei des Stärkeren. Diejenigen, die die Abschaffung der Einstimmigkeit anstreben, wollen ihre eigenen Interessen verfolgen. Kleinere Staaten könnten ihre Stimme verlieren und müssen sich nach politischen ,Paten‘ umsehen, die ihre Interessen wahrnehmen“, warnte der polnische Premierminister. Der Verzicht auf Einstimmigkeit sei laut Morawiecki „der Weg zur politischen Bevormundung“.
Was die Einwanderung betrifft, „muss jeder, der in die EU einreisen will, das internationale Recht respektieren“. „Diejenigen, die illegal nach Europa einreisen, sollten abgeschoben werden. Das ist keine Frage der Gewalt, sondern des Rechts“, erklärte der Premierminister.
„Wir müssen alles tun, um der Ukraine zu helfen“
Morawiecki sprach auch das Thema Ukraine-Krieg an. „Wir müssen alles Erdenkliche tun, um der Ukraine zu helfen, denn wenn Kiew fällt, hat Moskau freie Bahn, um Europa zu erobern. Europa sollte die Umstände so gestalten, dass ein Rückzug für den Kreml die einzige Option ist. Wir wären diesem Punkt sicherlich viel näher, wenn die Sanktionen gegen Russland schneller verhängt würden und die versprochene Militärhilfe Kiew erreichen würde“, so der polnische Regierungschef.
















Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).