„Krone“-Salzburg-Chefredakteur Claus Pándi kommentiert die Aussichten der Parteien für die Landtagswahl am 23. April.
Von der Schwächephase am Höhepunkt der Pandemie konnte sich Wilfried Haslauer weitgehend erholen. Politisch hat er wieder Tritt gefasst. Sogar der Wahlkampf scheint ihm Spaß zu machen. Nicht einmal die wild fuhrwerkende Kanzlertruppe schadet der Salzburger ÖVP. Der Landeshauptmann hält allerdings auch deutlich Abstand zu Karl Nehammer. Die niederösterreichische Art des immer viel zu lauten Auftrumpfens ist ihm fremd.
So gibt es aus heutiger Sicht keine Zweifel, dass Haslauer auch nach den Wahlen am 23. April Landeshauptmann bleibt und 2026 seinen 70. Geburtstag im Chiemseehof feiert.
Es kann jetzt nur spekuliert werden, mit wem Haslauer die nächste Koalition bilden wird. Vieles spricht dafür, dass er sich trotz aller Reibereien für Marlene Svazek entscheiden könnte.
Im Gegensatz zu der von Herbert Kickl in Wien geführten FPÖ kommen Svazeks Freiheitliche nicht richtig voran. Laut neuesten Umfragen würden die Salzburger Blauen auf dem dritten Platz hinter der SPÖ landen. Und wenn es so kommt, könnten sich die Freiheitlichen als Partner für ein Plätzchen an der Macht anbieten. Eine komfortable Lösung für beide.
Haslauer täte sich bei der Aufteilung der vielen Posten mit der FPÖ leichter als mit der SPÖ, bei der immer auch die Arbeiterkammer und Gewerkschafter mitreden. Zudem könnte Haslauer unangenehme Zuständigkeiten wie etwa die Asylfragen den Freiheitlichen überlassen. Die FPÖ macht das ohnehin gerne.
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