Mexikos Drogenkrieg

Leiche zerstückelt und im Badeort Acapulco verteilt

Ausland
17.08.2011 16:11
Der Drogenkrieg in Mexiko hat einen neuen grausigen Tiefpunkt erreicht. Im Badeort Acapulco haben Beamte mehrere Leichen gefunden, unter anderem die eines Mannes, der zerstückelt und verstümmelt worden war. Die Körperteile des Opfers wurden im gesamten Urlauberparadies verteilt und mit Botschaften an die Behörden versehen.

Der abgetrennte Kopf wurde auf einer belebten Straße abgelegt, Rumpf, Beine und Füße wurden in eine Tasche gepackt und an einer Brücke aufgehängt. Ebenfalls auf einer Brücke entdeckten die Beamten schließlich auch noch die Hände des Opfers. Zudem platzierten die Täter an den Fundorten Nachrichten an Behörden und Regierungsstellen. Die Polizei geht davon aus, dass Drogenhändler hinter dem brutalen Verbrechen stehen.

Acapulco gehört zu den größten Touristenattraktionen in Mexiko, ist aber seit einiger Zeit Schauplatz zahlreicher Gewaltverbrechen rivalisierender Drogenbanden.

Blutige Kämpfe der Drogenkartelle
Doch auch in den anderen Regionen Mexikos regieren Hass und Brutalität. In der Ortschaft Tacambaro im westlichen Bundesstaat Michoacan wurden bei einer Schießerei zwischen bewaffneten Männern und Soldaten acht Bewaffnete getötet. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hatten die Männer die Soldaten angegriffen. 

Michoacan gilt als Hochburg des mächtigen Drogenkartells La Familia. In dem Bundesstaat finden im November Gouverneurswahlen statt. Für die rechtskonservative Partei der Nationalen Aktion tritt die Schwester von Präsident Felipe Calderon, Maria Luisa Calderon, an.

41.000 Menschen kamen seit 2006 im Drogenkrieg ums Leben
Seit dem Amtsantritt von Staatschef Calderon Ende 2006 sind im Drogenkrieg in Mexiko nach amtlichen Angaben mehr als 41.000 Menschen ums Leben gekommen. Trotz des Einsatzes von mehr als 50.000 Soldaten ist die Macht der Drogenkartelle ungebrochen, die Gewalt dauert unvermindert an.

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