Die Informationen zum Grundversorgungstarif sind bei der Salzburg AG immer noch schwer zu finden. Der Verbraucherschutzverein VSV sieht derweil Salzburger Gesetz dazu als verfassungswidrig an.
Wer Strom und Gas braucht, hat ein Recht darauf. Das ist im Gesetz als Grundversorgung geregelt. Bürger, die einen Grundversorgungstarif beantragen und erhalten, bekommen den günstigeren Tarif – jene der Mehrheit.
Informationen dazu sind aber bei den Energieversorgern meist nicht einfach zu finden. Auch bei der Salzburg AG werden Informationen zur Grundversorgung eher versteckt als prominent veröffentlicht. So findet sich der Link auf der Webseite ganz unten neben dem Impressum. Ein Umstand, den Salzburgs Gemeinderat Kay-Michael Dankl (KPÖ Plus) bereits kritisiert hat – die „Krone“ berichtete.
Am Mittwoch stellten auch die Freiheitlichen im Landtag eine Anfrage dazu an Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). Der sieht die Bevölkerung allerdings ausreichend und umfassend informiert. Zusätzliche Maßnahme des Landes bräuchte es nicht, denn den Bürgern sei zuzumuten sich selbst zu informieren. Interessant: Laut „Krone“-Informationen befinden sich nur zwei Salzburger derzeit im Grundversorgungstarif.
Der Verbraucherschutzverein (VSV) sieht das Gesetz zur Grundversorgung in Salzburg als verfassungswidrig an. In Salzburg muss die Grundversorgung nur genehmigt werden, wenn sich kein anderer Versorger findet. Erste Klagen seitens des VSV gibt es bereits. Momentan allerdings nur gegen den Verbund.
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