Miriam und Josef Koo zeigten der thailändische Botschafterin und ihren Mitarbeitern, wie man in Steinberg-Dörfl blau macht.
Man würde es kaum Glauben: Auch in Thailand hat der Blaudruck eine lange Tradition. Deshalb stattete die thailändische Botschafterin Morakot Sriswasdi der Färberei Koo in Steinberg-Dörfl jetzt einen Besuch ab. Im Burgenland gibt es den Blaudruck schon seit weit mehr als hundert Jahren, die Färberei im Mittelburgenland wurde 1921 von Großvater Koo gegründet.
Fiata und Schurz, die Arbeitskleidung aus Blaudruckstoff, fand sich damals in fast jedem Haushalt. Erst in den 50er und 60er Jahren wurde der Blaudruck durch das Aufkommen billigerer, industriell gefertigter Arbeitskleidung beinahe verdrängt. In Steinbger-Dörfl gelang es allerdings, das wertvolle Handwerk durch die Krise zu retten.
Ein Glück, immerhin gehört der Blaudruck seit 2018 zum immateriellen UNESCO Weltkulturerbe. 2008 übernahmen Josef Koo und seine Frau Miriam die Färberei. Ihnen war es besonders wichtig, die Tradition zu bewahren, aber auch Neues auszuprobieren. Der Erfolg gibt ihnen recht: Angesagte Designer wie etwa Lena Hoschek greifen auf ihre Stoffe zurück. Und auch die Botschafterin war von der Technik der Koos begeistert!
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