Spar-Markt in Breitenbrunn könnte mit Ende des Jahres zusperren. An einer Lösung wird fieberhaft gearbeitet. Wegen der hohen Energiekosten findet sich aber kein Betreiber
Es ist ein gordischer Knoten, den es in Breitenbrunn zu lösen gibt. Der einzige Nahversorger in der Gemeinde steht derzeit zum Verkauf. Die Besitzerin möchte sich von dem Gebäude trennen. Mit der OSG gibt es bereits einen Interessenten. Doch die Sache ist verzwickt. Denn die Supermarktkette Spar, die derzeit noch die Filiale betreibt, hat ein Vorkaufsrecht auf das Geschäft. Die Kette hat aber offenbar Probleme, einen Betreiber zu finden. Die hohen Energiekosten würden viele abschrecken, ist im Ort zu hören. Allein die Stromrechnung soll 54.000 Euro im Jahr ausmachen. Außerdem müsste ein neuer Betreiber den Markt erneuern und modernisieren.
Schwierige Verhandlungen
Es gebe Verhandlungen mit Spar und Nah&Frisch, diese würden aber sehr zäh verlaufen, erklärt Bürgermeister Helmut Hareter. Er geht davon aus, dass der Supermarkt mit Ende des Jahres für ein, zwei Monate zusperren wird. Dennoch ist er zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird.„Es zieht sich wie ein Strudelteig“, meint auch OSG-Chef Alfred Kollar zu den Verhandlungen. Er hoffe, dass es bald zu einem Durchbruch kommen werde. Die OSG will im Erdgeschoß den Nahversorger erhalten und im Obergeschoß Wohnungen schaffen. Einen Betreiber will man erst suchen, wenn es eine Zusage gibt, dass man das Gebäude kaufen kann.
Mit Bus zum Supermarkt im Nachbarort
Von Spar heißt es, dass man gemeinsam mit der Gemeinde an einer Lösung arbeite. Der derzeitige Kaufmann werde den Markt mit Jahresende schließen, unter anderem weil sich das Geschäft aufgrund der enormen Energiekosten nicht mehr betriebswirtschaftlich führen lasse.
Hareter sichert jedenfalls zu, dass die Gemeinde das Geschäft im Ortskern behalten will. Sollte der Markt tatsächlich für einige Wochen schließen, sollen Bürger, die weniger mobil sind, mit dem Gemeindebus zu den Supermärkten in die umliegenden Ortschaften gebracht werden.
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