25.000 Wohnungen sind in der Verwaltung des Wohnungsriesen. Bereichert sich die Gswb an nicht unbedingt nötigen Sanierungen bei ihren Objekten?
Die Strom- und Heizkosten sind für viele Salzburger kaum mehr leistbar. Und trotzdem steht der Salzburger Wohnbauträger Gswb unter Verdacht, die Kosten seiner Mieter unnötig in die Höhe zu treiben. Konkret geht es um den Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag. Diesen verlangt die Gswb als Teil der Miete. Vom ihm werden Reparaturen und Sanierungen bezahlt.
Kontrollamt von der Stadt eingeschaltet
Das Unternehmen verrechnet den höchstmöglichen Prozentsatz an die Bewohner. „Mieter haben uns ihre Betriebskostenabrechnungen geschickt. Wir haben versucht zu eruieren, wie die Summen zustande kommen und welche Leistungen dahinterstecken“, sagt Tarik Mete, SPÖ-Gemeinderat in der Stadt Salzburg.
Die Gswb hat mit der Stadt eine Tochtergesellschaft, die „Kommunale Gswb Liegenschaftsverwaltung“ (KgL). Die Firma betreut die Wohnungen im Stadtgebiet. Die SPÖ hat dafür nun das Kontrollamt eingeschaltet. Laut Insidern dürften die hohen Kosten aber ein salzburgweites Thema sein. Der Bauträger verwaltet im Bundesland 25.000 Wohnungen. Muss eine Einheit nach einem Auszug saniert werden, beauftragt der Bauträger ein Bauunternehmen – und bekommt dann selbst zehn Prozent der Sanierungskosten retour.
Geschäftsleitung weist Kritik zurück
Dieses Geld dient als Vergütung für die Baubetreuungskosten. „Teilweise werden Wohnungen saniert, die gar keine Neuerungen bräuchten, weil so Geld an die Gswb fließt“, verraten Insider der „Krone“. Diesen Vorwurf weist die Geschäftsleitung des Bauträgers „aufs Schärfste zurück“.
Laut Kontrollamtsbericht vom vergangenen Jahr hält sich der Aufwand, den die Gswb für beträchtliche Einnahmen hat, jedoch in Grenzen. Es falle „ein entsprechend geringer Büroleistungs- und Bauverwaltungsaufwand“ an, heißt es im Bericht, der der „Krone“ vorliegt.








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