Die Fläche ist in meinem Besitz, sie ist als Bestattungsfläche gewidmet und befindet sich unmittelbar vor der Walfahrtbasilika Maria Plain." Johannes Moßhammer, 39, ist derzeit wohl einer der gefragtesten Salzburger, wenn es um das Thema Sterben geht. Seit 2014 kann man sich in Bergheim naturbestatten lassen. Die malerischen Wiesen und gepflegten Bäumen verleihen dem Ort der letzten Ruhestätte eine besondere Aura.
Freiheit, Ungezwungenheit, Großzügigkeit. Man kann jederzeit herkommen, es gibt keine Kleidungsvorschriften, die Religion spielt hier gar keine Rolle.
Johannes Moßhammer, Paxnatura Maria Plain
Der Gastwirt, der das anliegende Hotel Maria Plain betreibt, beschreibt die Vorzüge dieser alternativen Bestattungsform unter dem Firmennamen Paxnatura so: „Freiheit, Ungezwungenheit, Großzügigkeit. Man kann jederzeit herkommen, es gibt keine Kleidungsvorschriften, die Religion spielt hier gar keine Rolle.“
Ab rund 1700 Euro gibt es je Urne einen Quadratmeter Fläche. „Man kann sich im Wiesengrab zwischen Bäumen oder bei einem Baumplatz bestatten lassen. Der Baum ersetzt quasi den Grabstein“, erklärt Moßhammer. Der schätzt, dass im Bundesland der Anteil dieser Bestattungsform „über 30 Prozent beträgt.“
Mundpropaganda bleibt die beste Werbung
Wegen der geringeren Kosten gegenüber herkömmlichen Bestattungen. „Und, weil es keinen Pflegeaufwand gibt. Die Dekoration übernimmt die Natur“, klärt Moßhammer auf, der in 15. Generation auch Landwirt ist. Neben Maria Plain gibt es noch weitere Anbieter für Naturbestattungen. Diese Variante gibt es längst etwa auch auf kommunalen Friedhöfen.
Sogar konventionelle Bestatter schätzen das Angebot in Maria Plain. „Für viele ist dieser Ort ein Kraftplatz“, meint Paul Buchsteiner, Chef von Bestattung Buchsteiner Wallmann in der Stadt. Warum er trotz neuer Konkurrenz mit dem seit 1880 geführten Geschäft zufrieden ist? „Wir leben von der Mundpropaganda, Vertrauen spielt eine wichtige Rolle. Das haben wir.“








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