Auch bei „Essen auf Rädern“ wird das Personal knapp. Und das Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt, aus dem ebenfalls mobiles Essen kommt, verlor seinen Küchenpartner.
Sieben Tage die Woche seine warme Mahlzeit ins Haus zu bekommen, ist für Tausende vor allem ältere Menschen in Kärnten ein unverzichtbarer Service, der aber schwer aufrechtzuerhalten ist.
Beim Roten Kreuz funktioniert es noch. Nicht nur in Hermagor, wo es das Konzept seit 30 Jahren gibt und 78 Mitarbeiter mitwirken, sondern auch in Wolfsberg und Klagenfurt. Bei der Volkshilfe fährt man ebenfalls noch siebenmal die Woche, räumt aber ein, dass man für die Bezirke Villach, Feldkirchen, St. Veit dringend neue Leute bräuchte.
Der Sieben-Tage-Service ist wichtig. Es geht nicht nur ums Essen, für viele ist der tägliche Besuch ein wichtiger Kontakt.
Adi Kulterer von „Feine Küche Kulterer“
Der private Dienst „Tonis“ musste seinen 200 Kunden im Raum Klagenfurt mitteilen, dass man ab November nur noch fünf Tage in der Woche kommt: Nur ein Koch statt der nötigen zwei ist vorhanden und die neun Fahrer (in Zweitjobs, Studenten, Pensionisten, Mütter) wollen nicht mehr jedes Wochenende arbeiten. Vorerst liefert man am Freitag das Essen zum Aufwärmen für Samstag und eine Jause für Sonntag mit.
Küchendienstleister gekündigt
Andere Sorgen hat der Mobile Pflegedienst, der das Essen auf Rädern von den Elisabethinen bezieht. Der St. Pöltener Küchendienstleister Markas hat nach vier Jahren gekündigt, er kocht nur bis Jahresende. „Verhandlungen über die Neuvergabe laufen, Küchenmitarbeiter können mindestens zwölf Monate unter denselben Bedingungen beim neuen Partner tätig sein“, so Spitalsgeschäftsführer Michael Steiner.
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