Eine 31-jährige Mutter sollte sich wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung am Freitag im Landesgericht Linz verantworten. Allein in Oberösterreich hat es heuer bereits sieben Fensterstürze gegeben.
Am Freitag sollte sich eine Mutter vor dem Landesgericht Linz wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung verantworten, weil Ende Mai ihre zweijährige Tochter aus einem offenen Fenster im vierten Stock eines Hauses gefallen war. Die Kleine hatte sich bei dem Sturz einen Schädelbasisbruch und Mehrfachfrakturen an den Armen zugezogen. Der 31-jährigen Frau wird angelastet, ihre Aufsichtspflicht verletzt zu haben. Der Prozess gegen die Mutter ist jedoch neuerlich abberaumt worden.
Bei offenem Fenster Schlafen gelegt
Die Linzerin soll sich - im Wissen, dass sie das Fenster des Schlafzimmers zum Lüften geöffnet hatte und sich ihre Tochter bei ihr im Schlafzimmer befand - niedergelegt haben. Das Mädchen soll auf das Nachtkästchen und anschließend auf das Fensterbrett geklettert und durch das offene Fenster 13 Meter abgestürzt sein.
Bis zu zwei Jahre Haft möglich
Bei einer Verurteilung drohen der Mutter bis zu zwei Jahre Haft. Ursprünglich hätte der Prozess schon am 20. September stattfinden sollen, wurde aber auch damals kurzfristig verschoben.
Heuer gab es laut Zählungen der APA sowie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in Österreich bereits mindestens 16 Fälle von Fensterstürzen, allein sieben davon in Oberösterreich.
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