Unsere Bauern ziehen nach dem nassen Herbst eine gemischte Bilanz. Die hohen Verarbeitungskosten lassen endgültig Sorgenfalten aufziehen.
Die Landwirte sind mit der Herbsternte zufrieden: Top-Erträge bei Mais, Soja, Zuckerrübe und Ölkürbis; aber ein schwieriger Ernteprozess durch den nassen Herbst, heißt es aus der Landwirtschaftskammer OÖ. Die Überraschung ist das Comeback der Zuckerrübe. „Wir haben erstmals einen Ertrag von 100 Tonnen pro Hektar“, sagt Martin Bäck, Obmann der OÖ Rübenbauern zur „Krone“.
Wieder spielt Gas eine Rolle
Rund 20 Prozent der Rüben, die auf 7300 Hektar angebaut werden, sind auf dem Weg in die Zuckerfabrik, die Ernte geht bis Jänner. „Bei uns in OÖ werden alle Rüben zu 100 Prozent per Bahn zur Verarbeitung gebracht – das ist EU-weit einzigartig“, gibt Bäck einen weiteren Rekord preis. Aber die Verarbeitung ist noch stark vom Gas abhängig. „Zucker wird sicher teurer werden“, ist er daher überzeugt.
Pflanzen bleiben am Acker
Bei Mais und Soja hängen die Trocknungskosten vom Gaspreis ab. Bei Körnermais, der mit 30% Feuchtigkeit Anfang Oktober eingebracht wurde, kostet die Trocknung einer Tonne schon rund 70 Euro.
Was derzeit auffällt: Viele Maispflanzen stehen noch am Acker. „Die Ernte und Verarbeitung von Mais wird sich bis Dezember ziehen“, sagt Helmut Feitzlmayr, LK OÖ. Das sei aber nicht ungewöhnlich.
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