Kärntner Eishockey-Boss schlägt Alarm: „Teuerungswelle könnte Schließungen von acht Sportstätten auslösen!“ Landessportdirektor bestätigt: „Mehr als eine Million Mehrkosten!“
In Kärntens Eishallen wird gezittert. Nicht wegen der kühlen Temperaturen. Vielmehr wegen der Kosten - denn die Teuerungswelle wird für den Eishockey-Amateursport jetzt existenzbedrohend. So sehr, dass gar Hallen-Schließungen ein Thema sind. Daher schlägt Michael Löschnig, Präsident des Kärntner Eishockeyverbandes (KEHV), Alarm.
Allein die Strompreise vervierfachen sich. So wird jede unserer zehn Kärntner Eishallen jeweils mit 100.000 bis 150.000 Euro an Zusatzkosten rechnen müssen - da sind wir dann schon bei über einer Million Euro.
Landessportdirektor Arno Arthofer
„Wenn vonseiten der Bundesregierung keine Unterstützung bezüglich einer Preisdeckelung kommt, werden im Jänner wohl acht Eishallen zumachen“, warnt Löschnig und meint damit jene in Spittal, Radenthein, Velden, Steindorf, St. Marein, Völkermarkt, Althofen und Ferlach: „Einzig Klagenfurt und Villach würden überleben.“
Und da hilft laut Arthofer auch der bestehende Altvertrag aus den 60ern: „In dem ist verankert, dass die Stadt jeweils 65 Prozent, das Land 35 Prozent des Abgangs zu tragen hat. Gäbe es diesen Kontrakt nicht, müssten unsere zwei Eishockey-Topklubs die Saisonabos wohl von circa 600 auf 1500 Euro erhöhen. Was fatal wäre.“
Auf die Unterstützung des Bundes setzt der Kärntner Sport-Boss aber: „Wir haben das Ministerium vor eineinhalb Monaten kontaktiert. Es wird was kommen. In der Zwischenzeit haben wir einen Resilienzfonds eingeführt - für Sanierungen und Adaptierungen im Sinne des grünen Wandels gibt’s Geld.“
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