Eine Sonderdividende der illwerke vkw soll bis zum Jahr 2025 weitere Investitionen und Förderungen auf dem Weg zur Energieautonomie möglich machen. Neue Richtlinien für mehr Planungssicherheit.
Die illwerke vkw entwickeln sich immer mehr zur Cashcow des Landes. Sonderdividende heißt das neue Zauberwort, das dem Finanzchef des Landes größere Spielräume ermöglicht. Rund 20 Millionen Euro wird das landeseigene Energieunternehmen beisteuern, damit Wohnbeihilfe, Heizkostenzuschuss, Sozialhilfe und Familienzuschuss erhöht werden können. Weitere 15 Millionen Euro werden bis 2025 fließen, um die Energiewende voranzutreiben. Rund neun Millionen Euro werden im Bereich Raumwärme und Gebäude investiert, 1,6 Millionen Euro werden für Energieerzeugung aufgewendet, weitere 1,1 Millionen Euro für Industrie und Gewerbe und 1,55 Millionen Euro für die Landwirtschaft.
Neu ist, dass die Förderungsrichtlinien jetzt schon beschlossen werden. Das gibt allen mehr Planungssicherheit.
Landesrat Daniel Zadra
„Neu ist, dass die Energieförderungsrichtlinie jetzt schon beschlossen und für die kommenden 24 Monate gelten wird. Das gibt - gerade auch im Hinblick auf mögliche Lieferschwierigkeiten - eine gewisse Planungssicherheit“, erklärte Landesrat Daniel Zadra. Ebenfalls neu sei eine Förderung für Luftwärmepumpen. Gefördert werde allerdings nicht jedes Modell, sondern lediglich emissionsarme, leise Geräte. Zudem sollen weiterhin auch thermische Solaranlagen oder Fernwärmenetze bezuschusst werden.
Guter Weg Richtung Energieautonomie
„Wir brauchen auch einen Innovationsfonds für zukünftige Industrieanbindungen. Da sind wir bewusst technologieoffen.“ Im Bereich Landwirtschaft plädierte Zadra dafür, auf Photovoltaik zu setzen. Anlagen dieser Art sollten aber zunächst auf versiegeltem Boden errichtet werden. Landeshauptmann Markus Wallner sieht das Ländle auf einem guten Weg Richtung Energieautonomie. „Die Ausgangslage ist keine schlechte. Wenn es diese Region nicht schafft, welche dann?“, fragte er.
Die Ausgangslage in Sachen Energieautonomie ist keine schlechte. Wenn es diese Region nicht schafft, welche dann?
Landeshauptmann Markus Wallner
Trotz Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums werde in Vorarlberg nicht mehr Energie verbraucht als im Jahr 2005. Die größten Verbraucher seinen nach wie vor der Gebäudesektor, Industrie und das „Sorgenkind“ Verkehr. "Bei den Erneuerbare Energien sind wir bei einem Anteil von 46 Prozent angekommen. 2005 waren es noch 38 Prozent.
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