Urlaub in Oberösterreich wird etwas teurer - am 1. November erhöht das Land die Ortstaxe, die für jede Nächtigung (mit Ausnahmen, etwa für Kinder) im Bundesland zu zahlen ist, von 2 auf 2,20 Euro. Also gleich um stolze zehn Prozent! Die Verordnung dafür steht auf der Tagesordnung der Sitzung der Landesregierung am heutigen Montag (17. Oktober).
Zehn Prozent? Eh klar, das ist halt die aktuelle Inflation, könnte man pragmatisch sagen. Dem ist aber nicht so, denn diese Erhöhung spiegelt Indexänderungen von November 2017 bis Mai 2022 wider. Diese summieren sich auf 9,22 Prozent, was – gerundet – die Erhöhung um 20 Cent ergibt. Auf diese Automatik weist auch Tourismuslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) hin: „Die Erhöhung der Ortstaxe beruht auf gesetzlichen Vorgaben. Ortstaxen zahlen die Gäste, die zu uns auf Urlaub kommen.“
Die Einnahmen der Ortstaxe, bei der Einführung im Jahr 2018, also vor der Pandemie, mit rund 12,6 Millionen € pro Jahr kalkuliert, würden direkt an die Tourismusverbände gehen. „Die investieren diese Mittel vor allem in Tourismuswerbung, das Tourismusprogramm vor Ort und die weitere Verbesserung der Infrastruktur, was wiederum den Gästen zugutekommt“, so Achleitner. 2023, wenn sich die aktuelle Inflation niederschlagen wird, wird es dann wohl die nächste 10-Prozent-Erhöhung geben.
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