Naturschutz-Paket

WWF fordert 25 Maßnahmen von neuer Landesregierung

Tirol
10.10.2022 11:00
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Mit einem umfangreichen Naturschutz-Paket stellt die Umweltorganisation WWF 25 Zukunftsprojekte vor und nimmt die künftige Tiroler Landesregierung in die Pflicht. Damit will man die Naturschutzpolitik reformieren. Professionelles Handeln beim Wolf gefordert.

Unter dem Motto „Neustart Tirol“ appelliert der WWF mit einem 25-Punkte-Plan an die künftige Tiroler Landesregierung, ein Umdenken beim Naturschutz. Man fordert eine Reduktion des Bodenverbrauchs, ein neues Gewässerschutz-Paket und eine Energiespar-Offensive. Besonders wichtig sei der Organisation ein ausnahmsloser Gletscherschutz und die Wiedereinrichtung des aufgelösten Naturschutz-Fonds.

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Damit könnten wir das Tiroler Naturerbe sichern, die Artenvielfalt bewahren und den Klimaschutz vorantreiben.

Christoph Walder, Naturschutz-Leiter des WWF

„Damit könnten wir das Tiroler Naturerbe sichern, die Artenvielfalt bewahren und den Klimaschutz vorantreiben“, sagt Christoph Walder, Naturschutz-Leiter des WWF. Durch politische Versäumnisse seien schon viele Lebensräume zerstört worden. „Daher muss die künftige Landesregierung eine echte Trendwende einleiten und ein ambitioniertes Naturschutz-Paket vorlegen.“

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Anstatt auch noch die letzten Naturjuwele für neue Pisten und Chalet-Dörfer zu opfern, sollte Tirol die Seele der Alpen ausnahmslos schützen.

Christoph Walder, Naturschutz-Leiter des WWF

Ausbaugrenzen der Skigebiete fixieren
Geht es nach dem WWF, müsse die Landespolitik die letzten alpinen Freiräume unter absoluten Schutz stellen und neue hochrangige Schutzgebiete ausweisen. Auch überzogene Wasserkraft-Ausbaupläne solle man stoppen, etwa den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal. Die starke Verbauung von Skigebieten ist der Organisation ein Dorn im Auge. „Anstatt auch noch die letzten Naturjuwele für neue Pisten und Chalet-Dörfer zu opfern, sollte Tirol die Seele der Alpen ausnahmslos schützen“, fordert Walder.

Wolf und Co. im Fokus
Nach der Rückkehr der großen Beutegreifer in Tirol, wie etwa dem Wolf oder Bär, fordert der WWF ein professionelles Management. Man solle dabei das europäische Recht einhalten. „Zentral dafür ist eine Herdenschutz-Offensive inklusive ausreichender Förderungen für die Landwirtschaft. Ebenfalls notwendig ist ein Zentrum für die Ausbildung von Hirtinnen und Hirten sowie für die Zucht von Herdenschutzhunden“, so die Umweltorganisation.

Unterstützung von den Grünen
Zustimmung für das Naturschutz-Paket des WWF gibt es seitens der Tiroler Grünen. „Die gemeinsame Lebensgrundlage in Tirol muss auch für zukünftige Generationen geschützt werden. Das exzessive Wettrüsten in den Alpen muss gestoppt werden und die künftige Landesregierung in Tirol ist hier gefordert“, sind sich NA und Tourismussprecherin Barbara Neßler und Klubobmann Gebi Mair einig. Neßler kann viele Punkte des WWF unterstützen und sieht besonderen Handlungsbedarf bei touristischen Förderinstrumenten, Mobilität und Raumordnung.

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