Woche für Woche stehen und sitzen die Vorarlberger Fußball-Fans auf Sportplätzen, deren Namen sie kennen. Die Hintergründe der Namensgebung kann bisweilen aber ein Rätsel sein.
Gleich viermal taucht der Begriff Waldstadion - in Feldkirch, Hard, Doren und Lingenau - auf. Dreimal heißt die Spielstätte Untere Au, alle Plätze liegen an der Ill. Satteins, Schlins und Frastanz verbreiten nicht nur die Schönheiten der Ill-Landschaft, bei Hochwasser wurden die Anlagen schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Zwei Plätze sind nach Personen benannt.
Jener in Lauterach nach Teamspieler Bruno Pezzey, der mit 39 Jahren viel zu früh verstorben ist. Jener des SC Hohenweiler nach Ehrenobmann Werner Maurer, der 1972 Gründungsmitglied war und bis heute in verschiedenen Funktionen tätig ist. Der 74-Jährige ist Platzsprecher bei Frauenspielen und besucht alle Heimspiel der „Ersten“.
Geschichtsträchtig ist die Anlage in Bürs mit dem Namen Uf dr Schesa. Der größte Murbruch, den es je in Europa gab, ist der Ursprung des Gebietes in Bürs, auf dem die Anlage angesiedelt ist. Durch den Murbruch entstand in Bürserberg das Schesatobel, die Ausläufer der Muren reichten bis nach Bürs.
In Fußach weist der Name Stadion Müß auf den sumpfigen Boden hin. Besondere Namen tragen das Römerstadion in Brederis, daneben wurde Reste einer Römersiedlung gefunden und das Tisner Bobleterstadion, das an einen Feldkircher SPÖ-Politiker erinnert, der gegen Grundtausch der Stadt das Sportplatzgelände überließ.
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