03.10.2022 12:55 |

Phishing

Trio betrog Bankkunden um vier Millionen Euro

Mit täuschend echt aussehenden Websites und E-Mails sowie betrügerischen Anrufen sollen drei Männer in Deutschland im großen Stil Bankkunden abgezockt haben. Der Schaden geht in die Millionen.

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Wegen Betrugs von Bankkunden waren in der Vorwoche in Nordrhein-Westfalen drei Gebäude durchsucht worden. Ein Beschuldigter wurde dabei festgenommen, teilte das Bundeskriminalamt mit. Dem 24-jährigen Deutschen sowie zwei weiteren Beschuldigten wird vorgeworfen, mithilfe sogenannter Phishing-E-Mails mindestens vier Millionen Euro Schaden verursacht zu haben.

Die E-Mails seien „optisch und sprachlich glaubwürdig“ echten Bank-E-Mails nachempfunden gewesen, hieß es. In den Schreiben wurde den Opfern suggeriert, dass ihre Hausbank ihr Sicherheitssystem umstellen werde. Die Empfänger wurden so dazu verleitet, auf einen Link zu klicken, der wiederum zu einer täuschend echt aussehenden Bank-Seite führte, wo die Opfer aufgefordert wurden, ihre Login-Daten und eine aktuelle Transaktionsnummer (TAN) einzugeben.

Die Täter hätten so Einblick in die Kontodaten, darunter die Höhe des Guthabens sowie die Kontaktdaten, bekommen, teilte das BKA weiter mit. Anschließend hätten sie mithilfe dieser Daten die Opfer kontaktiert und sich gegenüber diesen als Bankmitarbeiter ausgegeben, um an weitere TANs zu gelangen und mittels dieser Geld von den Konten „abzuziehen“.

Arbeitsteilung
Die Beschuldigten sollen sich die notwendigen Arbeitsschritte, darunter die Programmierung, die Aufbereitung der Daten sowie die Telefonate, untereinander aufgeteilt haben. Zudem wird ihnen vorgeworfen, zur kriminellen Erlangung weiterer Bank-Daten sowie zur Verschleierung ihrer Taten sogenannte DDoS-Angriffe auf Geldinstitute und Zahlungskartenanbieter durchgeführt zu haben.

Der 24-Jährige und ein 40-Jähriger wurden laut BKA bereits angeklagt. Ihnen werden 124 Fälle von Computerbetrug zur Last gelegt, die sie zwischen Oktober 2020 und Ende Mai 2021 begangen haben sollen. Die Ermittlungen dauern an.

„Im Zweifel Bankberater kontaktieren“
Bankkunden rät die Polizei, niemals auf Links oder Datei-Anhänge in vermeintlichen E-Mails ihrer Hausbank zu klicken. „Kontaktieren Sie im Zweifel Ihren Bankberater persönlich oder informieren sich direkt auf der Webseite Ihres Geldinstitutes“, so die Kriminalisten.

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