


Für die Nazis galt Wien als „Gauhauptstadt“ besonders schützenswert. Daher wurden unter zahlreichen Parkanlagen im Rahmen des „Führer-Sofortprogramms“ moderne Luftschutzbunker angelegt. Viele davon sind verfallen. Einer kann nun mit Historikern besichtigt werden. Die „Krone“ zeigt Ihnen schon Einblicke.
Wien blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. In den heimischen Kellern lassen sich noch zahlreiche Geheimnisse entdecken. Was viele nicht wissen: Im Jahre 1940/41 wurden in Wien im Zuge des sogenannten „Führer-Sofortprogrammes“ in ausgewählten Parkanlagen Luftschutzbunker errichtet.
Die „Gauhauptstadt Wien“ wurde von den Nationalsozialisten als „Luftschutzort der 1. Ordnung“ (Rüstung, Industrie, Verkehr) klassifiziert. Nach dem damaligen Stand der Technik waren diese Festungswerke mit 44 Kammern modern ausgestattet (Gasschleusen, sanitäre Anlagen, Stahltüren, Schutzraum-Belüfter). Konzipiert waren „Öffentliche Luftschutzräume“ für jeweils 333 Personen. Während der Bombenangriffe - Wien erlebte während des 2. Weltkrieges insgesamt 53 Luftangriffe - suchten hauptsächlich Zivilpersonen Schutz.






Viele Anlagen sind verfallen
Heute sind viele der Anlagen verfallen und nicht zugänglich. Einer der ersten Anlagen war jene unter dem Schönbornpark und diese kann nun erstmals im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Die beiden Wien-Kenner und Historiker Marcello La Speranza und Lukas Arnold begeben sich mit Besuchern auf Spurensuche durch die Vergangenheit.
„Wir freuen uns sehr, dass wir erstmalig gemeinsam mit dem Volkskundemuseum exklusive Führungen durch den Bunker anbieten können, um Interessierten Besucher Einblicke in die historische Bunkeranlage geben können“, so Arnold. Marcello La Speranza ergänzt: „Der Zweite Weltkrieg war eine furchtbare Zeit, und deshalb möchten wir mit unseren Führungen gegen das Vergessen vorgehen und eine Erinnerungskultur schaffen.“
Termine: volkskundemuseum.at










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