Irre Herausforderungen

Gesenkte Temperaturen im Babybecken sind ein No-Go

Tirol
24.09.2022 14:46

Tirols Bäderbetreiber blicken vor allem aufgrund der aktuellen Energiekrise auf unsichere Zeiten. Unter anderem bei der Wasser- und Raumwärme stehen sie auf dem Prüfstand.

„Es war der beste Sommer seit 2003“, blickt Ulrich Mayerhofer, Berufsgruppenobmann der Tiroler Bäder, erfreut auf die Freibadsaison zurück. Die Besucherzahlen lagen etwa 35 Prozent über dem Vorjahresniveau. „Ein Grund war das tolle Wetter im Mai und Juni.“

Alte Stromverträge laufen aus
Nun stehen für Tirols Bäder- und Saunabetriebe vor allem aufgrund der Energiekrise aber große Herausforderungen bevor. „Alte Stromverträge laufen mit Ende des Jahres aus. Teilweise kommen auf die Betriebe Verträge mit einem zehnfachen Kostenfaktor zu“, ist Fachgruppen-GF Patrick Rauter besorgt. Ohne unterstützende Maßnahmen von Land und Bund müssen einige Mitgliedsbetriebe früher oder später wohl das Handtuch werfen.

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Die gesamte Preissteigerung kann man unmöglich an die Kunden weitergeben.

Fachgruppen-GF Patrick Rauter

Dabei haben viele heimische Betriebe bereits Maßnahmen zum Energiesparen gesetzt und auf Wärmepumpen, Fernwärme oder Pelletheizsysteme umgestellt. Die immense Preissteigerung beim Strom wird sich aber auch auf die Tickets auswirken. „Die gesamte Preissteigerung kann man unmöglich an die Kunden weitergeben“, weiß Rauter. Laut Obmann Mayerhofer müssen Gäste in Hallenbädern nun wohl 50 Cent bis 1 Euro mehr zahlen und Saunagänger vermutlich zwischen 1 und 2 Euro mehr drauflegen.

Bei den einzelnen Betrieben gäbe es unterschiedliche Zugänge, um Kosten zu verringern und Energie einzusparen. Während die einen über verkürzte Öffnungszeiten nachdenken, wollen andere Raumtemperaturen verringern, die Beleuchtung reduzieren oder vollends auf LED umstellen.

Mehr Ruhetage vorstellbar
Das IMAD-Marktforschungsinstitut hat auch bei den Tirolerinnen und Tirolern nachgefragt, mit welchen energiesenkenden Maßnahmen sie leben könnten. „Während sich etwa ein Drittel der Befragten vorstellen kann, die Öffnungszeiten zu verkürzen, sprechen sich etwa zehn Prozent für mehr Ruhetage der Betriebe aus. Allerdings sollten diese unter den Betrieben abgestimmt werden“, erläutert GF Barbara Traweger-Ravanelli.

Gegen eine deutliche Preiserhöhung als Kompensation der entstehenden Mehrkosten sprechen sich hingegen neun von zehn Tirolerinnen und Tirolern aus. Als weiteres absolutes No-Go erachten drei Viertel der Bevölkerung eine Senkung der Wassertemperatur um 1 bis 2 Grad in den Babybecken.

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