„Putin hätte Europas Partner sein können. Jetzt ist er Chinas Pudel“, analysiert RTL/ntv-Mann Nikolaus Blome das Gipfeltreffen Putin - Xi Jinping. Der Machthaber im Kreml hatte es sicherlich nicht so gewollte, aber alles dafür getan, dass es dazu kam.
Was für eine vordergründige Show („Neue Weltordnung“ ...) der beiden Fahnenträger des diktatorischen Prinzips gegen den gemeinsamen Gegner USA und die westlichen Demokratien! Was für eine nüchterne Realität hinter den Kulissen!
China hat nicht das geringste Interesse, sich in Russlands Krieg hineinziehen zu lassen. Es schließt sich weder den Sanktionen an, noch verletzt es sie. Dazu sind China die Wirtschaftsinteressen im Westen viel zu wichtig. China stört der Krieg wegen des Schadens für seine neue Seidenstraße. Es hat sich dagegen ausgesprochen, hat die Separatistengebiete dort nie anerkannt, schwurbelt aber darüber hinweg, um eine Verurteilung Russlands vermeiden zu können.
China nutzt Putins „Notlage“, um seine Produkte zum Diskontpreis einzukaufen. Es ist kein Geheimnis, dass China Russland heute nur noch als riesiges Rohstofflager betrachtet.
Die Grundströmung von Chinas Politik - Revanche für das „Jahrhundert der Demütigungen“ - gilt nicht nur dem Westen, sondern auch Russland, das 1860 in den „ungleichen Verträgen“ Ostsibirien bis zum Pazifik kassiert hatte. Wahre Freundschaft sieht anders aus.
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