Die Rabmer Gruppe, die sich auf Umwelttechnik spezialisiert hat, zapft gerne alternative Kanäle an: Energie aus Abwasser könnte 14 Prozent unseres Wärmebedarfs decken.
Händewaschen, Duschen, Geschirrspülen - jeden Tag fällt viel Abwasser an. Doch dieses muss nicht zwangsläufig „verloren“ gehen. Ulrike Rabmer-Koller, Chefin von Rabmer Bau und Umwelttechnik in Altenberg bei Linz, betont: „Gerade jetzt sind schnell verfügbare, erneuerbare Energiequellen gefragt.“ Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, aus Abwasser Wärme zu gewinnen.
Wohlig wohnen und shoppen
Von Industriebetrieben bis zu Hotels ist das Abwasser-System, mit dem man Gebäude heizen kann, schon im Einsatz. „Wir sind gefragt wie nie!“ Jüngstes Großprojekt: „Unsere Anlage in der Zentrale des Wien Kanals deckt sowohl den Heizbedarf als auch den Kühlbedarf im Sommer zu 100 Prozent.“ Aktuelles Leuchtturmprojekt ist die Versorgung eines Immobilienkomplexes mit Shoppingmall.
Ein Netz für Wärme aus Abwasser ist besonders für Gemeinden interessant. Derzeit führen wir in Oberösterreich schon viele Gespräche.
Ulrike Rabmer-Koller leitet ein Umwelttechnikunternehmen
Städte besser geeignet
Eine Alternative, die viel Potenzial für die Zukunft hat, so Koller: „Für Städte und Gemeinden wäre es eine Lösung, um raus aus der Gasabhängigkeit zu kommen.“ Damit das funktioniert, müssen jedoch mindestens 5000 Haushalte einen Kanal bespeisen. Beim einzelnen Einfamilienhaus geht das leider noch nicht.
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