Es ist die fünfte Jahreszeit, die diese Gemeinde in den Ausnahmezustand versetzt. St. Veit rüstet sich nach Pandemiepause für den Wiesenmarkt. Und man merkt, dass die Menschen diese Märkte und Volksfeste richtig vermisst haben dürften.
„Es ist sehr erfreulich, dass nach zwei Jahren Corona-Pause wieder alles beim Alten ist“, sagt Bürgermeister Martin Kulmer. Wie seit dem 25. Juni 1362, als Herzog Rudolf IV. einen freien und vor allem ewigen Jahrmarkt erklärt hatte. „Dies war die Geburtsstunde unseres Wiesenmarkts“, so Kulmer. St. Veit wurde zentraler Ort für viele Markt- und Handelsleute, die mit inländischen Waren handelten.
Beim St. Veiter Wiesenmarkt, dem ältesten Volksfest Kärntens, werden in den zehn Tagen auf der Wiese rund 20 Millionen Euro umgesetzt.
Lebensfreude an allen Ecken und Enden
„Das ist bis heute so geblieben“, betont Marktreferentin Silvia Radaelli. Es ist der erste Markt, der von der Vizebürgermeisterin verantwortet wird: „Es ist Arbeit mit viel Spaß, es ist sozusagen eine Herzensangelegenheit.“
Für Radaelli ist es vor allem die Lebensfreude am Marktareal, die man an allen Ecken und Enden spürt! Seit Monaten arbeitet ein Team daran, dass der 659. Wiesenmarkt ein Erfolg wird: „Wir haben die Zwangspause genutzt, um einiges zu verändern und zu verbessern.“
Auf der Wiesen der Herzogstadt arbeiten rund 2000 Mitarbeiter. Jährlich werden 150.000 Liter Bier ausgeschenkt, 20.000 Hendln und rund 50.000 Bratwürste landen auf den Tellern. Mehrere 100.000 Besucher werden gezählt.
So wird der Umzug am 24. September wieder mehr zum Volkstümlichen geführt. Radaelli: „Ich finde es spannend, was es am Markt alles zu entdecken gibt.“ 300 Fieranten, darunter 200 Krämermarktanbieter, und 40 Gastronomen werden auf den fünf Hektar Wiesen vertreten sein.
Den Auftakt macht allerdings das Aufstellen der Marktfreyung – sie ist Mahnmal für Kaufleute, ihre Geschäfte ehrlich abzuwickeln – diesen Samstag um 10 Uhr. Tradition hat auch, dass der Herold hoch zu Ross den Markt mit Vorlesen der Marktordnung eröffnet. Auch da gibt’s nun Neuigkeiten. Nach 16 Jahren übergab Michael Strutz die Proklamation an Nachfolger Gerald Winkler. „Es ist für mich eine besondere Ehre, bei diesem Brauchtum dabei sein zu dürfen.“ Der St. Veiter wird die Marktordnung auf seinem Pferd Helen verlesen: „Wir trainieren bereits eifrig für diesen Auftritt.“









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