Nach dem Bekanntwerden der finanziellen Krise des Unternehmens Wien Energie wuchsen auch die Sorgen in der Salzburger Bevölkerung und der heimische Landesversorger Salzburg AG rückt in den Mittelpunkt. Könnte diese in eine Schieflage kommen? Die Salzburg AG betonte am Montag: Nein! Die Salzburg AG produziert über das Jahr gesehen die Hälfte seines benötigten Stroms selbst. Die andere Hälfte muss damit zugekauft werden. Das läuft laut des Energieunternehmens meist aber über bilaterale Partner.
Energie wird direkt bei Produzenten gekauft
Sprich: Der Strom wird direkt von anderen Produzenten zugekauft. Das dürfte einer der großen Unterschiede zum Wiener Energieunternehmen sein. Und natürlich auch die Menge an selbst produzierter Energie. Die wird in Salzburg hauptsächlich über die Wasserkraft produziert.
Gerade im Winter und in langen Trockenphasen hat diese Form der Stromerzeugung aber ihre Schwächen. Da braucht es dann Strom anderer Produzenten, etwa der Windkraft aus dem Burgenland.
In den guten und ertragreichen Monaten werden andererseits die Überschüsse weiter verkauft, was wiederum Geld für die Einkäufe bringt.
Bei Direktkäufen sind keine Garantien notwendig
Für die Haushalts- und Gewerbekunden wurden die benötigen Mengen für das Jahr 2023 bereits eingekauft – und auch bezahlt. Denn bei direkten Geschäften findet die Überweisung direkt nach dem Kauf statt. „Unsere Liquidität war stets gegeben“, versichert die Salzburg AG.
„Im Handel mit Handelspartnern müssen bei der Salzburg AG keine Sicherheiten hinterlegt werden. Steigende Preise haben somit keine derartigen Auswirkungen wie beim Börsenhandel“, heißt es aus dem Unternehmen.
Fernwärme benötigt in Salzburg viel Gas
Ähnlich wie beim Strom stellt sich die Situation beim Gas dar. Auch hier wird bei der Beschaffung auf direkte Partner gesetzt und weniger auf die Strombörse. Da mussten allerdings die Preise bei der Fernwärme erhöht werden. Diese tritt am kommenden Donnerstag in Kraft. Denn gerade bei der Fernwärme spielt das Gas eine zentrale Rolle. Das große Heizkraftwerk Mitte in der Stadt Salzburg befeuert seine Turbinen mit dem fossilen Brennstoff. Das Heizkraftwerk Nord lief im Frühjahr gar mit Öl, um Ressourcen zu sparen.
Der Großteil der benötigten Gasmenge für das kommende Jahr wurde bereits geordert.
Beschaffung für 2023 ist bald abgeschlossen
„Sowohl für Strom als auch für Gas wurden so die überwiegenden Mengen für 2023 bereits beschafft und somit preisgesichert. Die Beschaffung wird in den nächsten Monaten abgeschlossen sein“, erklärt die AG.
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