Nach Landtagswahl

Tirol: Wunschzettel der Wirtschaft an die Politik

Tirol
27.08.2022 15:07

Premiere in der Tiroler Wirtschaftskammer: Alle Fraktionen rückten gemeinsam aus, um ihre Wünsche an den nächsten Landtag zu präsentieren. Ob alle Punkte des Wunschzettels umgesetzt werden, bleibt natürlich abzuwarten.

Während die Parteien im Tiroler Landtag um Stimmen für die Wahl kämpfen und jeder gegen jeden austeilt, rückten am Freitag Vertreter aller Fraktionen in der WK aus und präsentierten ein gemeinsam erarbeitetes Papier. Darin enthalten sind Forderungen der Wirtschaft für die nächste Legislaturperiode.

Manfred Lechner, Spartenvertreter der Industrie, setzte den Fokus auf die Digitalisierung. „Bis zum Jahr 2028 sollen sämtliche Genehmigungs- und Förderverfahren beim Land, den Bezirkshauptmannschaften und den Gemeinden digital möglich sein.“ Zudem brauche es den flächendeckenden Ausbau von 5G.

Zentrum für Kreativberufe gefordert
Stefan Gleinser (Neos) forderte ein Zentrum für Kreativberufe in Innsbruck. „Wir benötigen einen Ausbau der Ausbildung in der Kreativwirtschaft und Förderprogramme für Filmschaffende, um die Marke Tirol zu stärken.“ Außerdem müsse der Wissenstransfer zwischen Unis, Fachhochschulen und Firmen gestärkt werden.

„Es braucht Dekarbonisierung auf allen Ebenen“, betonte Michael Carli (Grüne Wirtschaft). Neben dem Ausbau der Fotovoltaik und E-Ladestationen müsse auch „über Windkraft diskutiert werden und eine landesweite Energie- und Wärmeraumplanung erfolgen“.

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Im Speckgürtel rund um Innsbruck funktioniert das Pendeln mit den Öffis hervorragend. Ländlichere Gegenden müssen aber noch besser erschlossen werden.

Christoph Walser

„Ortskerne stärken“
Winfried Vescoli (Freiheitliche Wirtschaft) plädierte dafür, „die Ortskerne zu stärken. Es muss möglich sein, nicht nur in der Gemeinde zu wohnen, sondern auch zu arbeiten, damit Familien nicht auf ein Auto angewiesen sind“.

Eva Beihammer (Sozialdemokratischer Wirtschaftsbund) sprach sich für den Ausbau der Kinderbetreuung aus, um Frauen durchgängig im Erwerbsprozess zu halten. Und „um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten, müssen wir bereits in den Kindergärten die Lehre bewerben“.

Abschließend forderte WK-Präsident Christoph Walser „mehr Plattformen für die Güter-Verteilung, Förderungen für Taxis für das Umrüsten auf emissionsfreie Antriebe, mehr Verladestationen an Bahnhöfen für die Rollende Landstraße sowie den Ausbau der Öffis“. Fortsetzung garantiert ...

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