Zwar blieben spektakuläre Funde in der heurigen Grabungssaison in Aguntum aus, dennoch stieß man auf ein neues Gemäuer.
Münzen, eine Fibel und zahlreiche Keramikscherben - das war die Ausbeute der heurigen Grabungssaison in der alten Römerstadt Aguntum. Obwohl man im Gegensatz zu den Vorjahren auf spektakuläre Funde verzichten musste, zeigt sich Grabungsleiter Martin Auer vom Institut für Archäologie der Universität Innsbruck zufrieden: „Es konnten neue, an den jeweiligen Fundstellen unerwartete Mauerzüge entdeckt werden, von denen wir uns nach deren vollständiger Freilegung ein genaueres Bild der Baugeschichte erwarten.“
Studenten aus der ganzen Welt helfen mit
Zahlreiche Studenten aus unterschiedlichen Nationen (etwa den USA, Taiwan und Indien) nahmen dieses Mal an der „International Summer School“ teil und untersuchten vier Wochen lang jeden Millimeter des historischen Händlerforums. „Zur Vorbereitung anstehender Sanierungen haben wir in der Südwestecke der Therme einen massiven Mauerzug wieder freigelegt. Es handelt sich offenbar um die Umfriedung eines ovalen, mindestens 60 Meter langen und etwa 20 Meter breiten Platzes“, berichtet Auer.
Struktur gibt Rätsel auf
Worum es sich genau handelt, kann noch nicht gesagt werden. Möglich wäre jedoch eine Palästra, also ein Sportplatz. Spätestens im kommenden Jahr will man das Rätsel lösen.
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