Wahlkampf in Neusiedl am See: Geht es nach Vize-Stadtchef Halbritter, wird ein fünf Jahre altes Projekt endlich umgesetzt.
Das Projekt „Ein Freibad für Neusiedl“ stammt aus dem Jahre 2017. Vize-Bürgermeister Thomas Halbritter kramte diesen Plan jetzt hervor. „Wir müssen unser Seebad attraktiver gestalten. Ein Freibad mit Sportbecken, Sprungturm und Rutschen ist unbedingt notwendig“, ist Halbritter überzeugt. Vor fünf Jahren gab es dazu einen Wettbewerb. „Die SPÖ hat die Pläne gekippt. Seither ist nichts mehr passiert“, so Halbritter. Er möchte das Projekt – wenn er Bürgermeister wird – umsetzen.
Halbritter hebt auch hervor, dass in den Nachbargemeinden eifrig in Infrastrukturen am See investiert wird. Nur Neusiedl am See hätte an Glanz verloren. „Das Seerestaurant verfällt, der Badeanlage fehlt es an Attraktivität, die Besucherzahlen sinken, meint Halbritter. „Viele Neusiedler Familien sind bereits auf der Suche nach Erholung in die benachbarten See- und Freibäder abgewandert.“
Auch dass das Wasser im See weniger wird, sieht er als Ansporn, in ein Freibad im Seebad zu investieren. „Um das Seebad fit für die Zukunft zu machen, ist ein Freibad dringend erforderlich“, ist er überzeugt und plädiert für ein Sportbecken, einen Sprungturm und Wasserrutschen um das Bad für Alt und Jung wieder attraktiv zu machen.
Bürgermeisterin meint: „Jetzt nicht!“
Aus dem Rathaus wird abgewunken. „Unsere Finanzlage ist nach wie vor angespannt, was wir einer jahrzehntelangen ÖVP-Führung zu verdanken haben“, erklärt Bürgermeisterin Lisa Böhm. Laut ihr gelte es eine Prioritätenliste wie Volksschule, Zentalmusikschule und fehlende Straßen abzuarbeiten. Danach erst könne man über ein Freibad diskutieren. „Der bereits vorliegende kostspielige ÖVP-Masterplan ist wie oben dargestellt, derzeit unrealistisch und nicht finanzbar“, meint Böhm abschließend. Apropos: Der Plan aus dem Jahre 2017 beinhaltete eine Kostenschätzung von rund zwei Millionen Euro.
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