Landesgeld ungenutzt

Kinder fallen bei der Betreuung „ins Sommerloch“

Was tun berufstätige Eltern mit den kleineren Kindern in den langen Sommerferien? Viele hoffen auf ein sommerliches Betreuungsangebot in ihrer Gemeinde, wo auch LH-Vize Christine Haberlander (ÖVP) einhaken wollte: „Wir haben uns entschlossen, den Gemeinden und Rechtsträgern zusätzliche Mittel für ein ausgebautes Angebot im Sommer zur Verfügung zu stellen“, sagte die Politikerin vorsorglich schon im Frühling. Bis zu 500 € pro Gruppe und Woche, die im Sommer zusätzlich offengehalten werde, sollten fließen. Es ging um bis zu eine Million € Landesbeitrag insgesamt.

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Doch was ist daraus geworden? „Krone“-Recherchen ergaben, dass das Geld von den Gemeinden und Rechtsträgern kaum abgeholt worden ist. Nach dem Ende der Meldefrist (das war der 13. Mai) gab es in ganz Oberösterreich unverbindliche Vormerkungen nur für 238 Gruppen und insgesamt 39.500 Euro für eine Sommerbetreuung. Die Dauer der Verlängerung des Betriebs beträgt zwischen einer und drei Wochen.

Warum bloß ist das so?
Warum das Angebot des Landes Oberösterreich vor Ort kaum genutzt wird, ist mangels systematischer Erhebung nicht klar. Der grassierende Personalmangel in vielen Kinderbetreuungseinrichtungen sei da nicht die Ursache, weil es bei der Sommerbetreuung ja nur um wenige Kinder gehe, wird angemerkt. Dazu passend: Eine Mehrheit der Oberösterreicher meint, es gebe im Sommer keine ausreichende Kinderbetreuung.

59 Prozent ist das Angebot zu karg
„Bieten Oberösterreichs Kindergärten und Krabbelstuben in den Sommerferien ausreichend Betreuungsmöglichkeiten für die Kleinen?“ Das war die „Frage der Woche“ der „Krone“, die klare Antworten ergab. Nur 41 Prozent der Antwortenden sagen „Ja, es ist ausreichend“. Doch eine Mehrheit von 59 Prozent findet, dass dem nicht so ist.

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