Klimaanlagen verboten

Mieterin: „In meiner Wohnung ist es 38 Grad heiß!“

Wien
26.07.2022 06:00

Je länger die Hitzewelle andauert, desto mehr heizt sich die Stadt auf. So auch die Wohnungen zahlreicher Wiener. Das kann gefährlich werden!

Ohne Ventilator in jedem Raum ihrer Gemeindewohnung im 21. Bezirk könnte Ingrid Gebhart im Sommer nicht überleben. Bei lange anhaltenden Hitzeperioden, während derer es auch in der Nacht nicht abkühlt, heizen sich die Innenräume nämlich massiv auf. „Man kann sich kalt duschen. Ein paar Minuten später schwitzt man aber wieder“, sagt die 75-Jährige. Kein Wunder, denn ihre Wohnung heizt sich auf 38 Grad Celsius auf.

Im selben Bau wohnt auch Arthur Paulasek. Auch er leidet unter der Hitze. „Wir haben nach drei Jahren Bauzeit nun eine Wärmedämmung bekommen. Bis jetzt merkt man aber noch keinen großen Unterschied“, schildert er.

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In den letzten Jahren ist es unerträglich geworden. Früher hat man es in der Wohnung ausgehalten, aber für diese Temperaturen sind die Bauten nicht gemacht.

Ingrid Gebhart leidet im Sommer.

Der Einbau von Klimaanlagen ist verboten
Den Mietern im Gemeindebau werden fast keine Möglichkeiten geboten, die Wohnung zu kühlen. Der Einbau von Klimaanlagen ist verboten, an die Fernkälte ist man nicht angeschlossen. Aus dem Büro von Stadträtin Kathrin Gaál (SPÖ) wird einmal mehr auf die „Verschattungsoffensive“ verwiesen. Dies sei schließlich der beste Weg, Innenräume effektiv und klimaschonend abzukühlen.

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Außenliegender Sonnenschutz ist die effizienteste und klimaschonendste Möglichkeit, die Überhitzung von Wohnräumen im Sommer zu verhindern.

Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál

40 Grad in den Stiegenhäusern
Die hitzegeplagten Mieter sehen dies jedoch anders. Denn bei Lufttemperaturen weit über 30 Grad Celsius bewirken auch Außenjalousien - die mit bis zu 1500 Euro gefördert werden - keine Wunder. Das weiß man auch im Anton-Schmid-Hof in der Brigittenau. Hier ist es sogar in den Stiegenhäusern 40 Grad heiß.

Vergangene Woche ist eine 80-jährige Bewohnerin in ihrer Wohnung kollabiert und musste von der Rettung geborgen werden.

„Krone“-Erfolg: Fenster sollen sich bald öffnen lassen
Das Problem: Die alten Fenster lassen sich hier weder öffnen noch kippen! Angeblich aus Brandschutzgründen. Doch konnte die „Krone“ bereits einen Erfolg erzielen. Die Reparaturarbeiten zum Öffnen der Fenster sollen unverzüglich beginnen, wie es von Wiener Wohnen dazu heißt.

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