25.07.2022 15:00 |

Rettung im Alarmmodus

Hunderte Hitzetote in Österreich zu befürchten

Die anhaltenden Höchsttemperaturen weit über 30 Grad versetzen die Berufsrettung in Dauereinsatz. Doch es sind nicht nur medizinische Notfälle wie Schwächeanfälle und Infarkte, die die Einsatzkräfte auf Trab halten.

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Die extremen Temperaturen belasten die Gesundheit. 200 bis 300 Einsätze mehr am Tag verbuchte die Wiener Berufsrettung in der jüngsten Hitzewelle, die am Montag neuerlich einen Höhepunkt erreichte: „Wir hatten weit über 1000 Einsätze im Vergleich zu 800 bis 900 in normalen Wochen“, ist für eine Sprecherin der Rettung ein Zusammenhang mit dem heißen Wetter offensichtlich. „Je länger die Hitzeperiode dauert, desto stärker wird der Kreislauf belastet, vor allem Säuglinge und alte Menschen sind betroffen.“

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Je länger die Hitzeperiode dauert, desto stärker wird der Kreislauf belastet, vor allem Säuglinge und alte Menschen sind betroffen.

Wiener Berufsrettung

Laut AGES 550 Hitzetote im Jahr 2018
Die vielen Rettungseinsätze lassen befürchten, dass es heuer österreichweit wieder Hunderte Hitzetote geben wird - wobei der Begriff schwer exakt zu definieren ist. „Unsere Experten analysieren nachträglich die Sterbedaten, etwa Ableben durch Schlaganfälle oder Herzinfarkte, und erheben, wie Übersterblichkeit und Hitzewellen zusammenfallen“, heißt es seitens der AGES, wo der letzte Höchstwert 2018 mit rund 550 Hitzetoten erreicht wurde. Damals kam es in fast allen Landeshauptstädten zu den längsten Hitzewellen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Von Kollaps bis Verkehrsunfall
Doch sind es aktuell nicht nur medizinische Notfälle, die die Einsatzkräfte auf Trab halten: Auch Unfälle durch Unachtsamkeit im Straßenverkehr können durch die Hitze ausgelöst werden. Nicht selten fördert das heiße Wetter auch die Aggressionsbereitschaft. Gut möglich also, dass die traurige Zahl aus 2018 diesen Sommer übertroffen wird. Elf Tage mit mehr als 30 Grad wurden in Wien diesen Juli bereits gemessen.

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