Medizinische Sensation in Wien: Im AKH wurde nun erstmals ein Ummantelungsnetz für eine Aorta-Klappe erfolgreich eingesetzt.
Dieser Patient kann endlich wieder befreit lachen. Denn vergangene Woche bekam Christoph R. aus Niederösterreich von zwei Professoren der Wiener Herzchirurgie im AKH ein Kunststoffnetz zur Ummantelung seiner Aortenklappe implantiert. Somit retteten die Mediziner dem 51-Jährigen wohl auch das Leben. Und nur fünf Tage nach der Operation konnte dieser sogar schon wieder in häusliche Pflege entlassen werden.
Konkret hatte der Herzpatient unter einer bedrohlichen Erweiterung der Körperhauptschlagader gelitten. Seine Aorta war bereits auf bedrohliche 54 Millimeter angewachsen. Und Menschen, die an einer solchen Erweiterung (Aneurysma) der Körperhauptschlagader leiden, sind gefährdet, dass entweder eine Wandzerschichtung oder - noch schlimmer - ein Zerplatzen dieses Gefäßes mit oft tödlichen Folgen eintritt.
Diese innovative, in England entwickelte Operationsmethode basiert ganz auf einer personalisierten Medizin.
Herzchirurg Günther Laufer
„Bei diesem neuen Behandlungsverfahren wird das Implantat nach einer CT-Untersuchung genau auf die Anatomie des Patienten zugeschnitten“, erklärt Professor Kocher im „Krone“-Gespräch. „Diese innovative, in England entwickelte Operationsmethode basiert ganz auf einer personalisierten Medizin“, ergänzt Professor Laufer als Leiter der AKH-Klinik für Herzchirurgie. Diesen Monat wurde der chirurgische Eingriff erstmals in Österreich erfolgreich vorgenommen.
Und: Die Implantation wird sogar ohne Zuhilfenahme der Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. Kosten des Implantats: 9000 Euro.
















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