Pläne in Arbeit

Startschuss für Pflegelehre soll 2023 fallen

Vorarlberg
21.07.2022 18:00

Vorbereitungen dazu sollen laut Arbeitsminister Martin Kocher bis zum Herbst abgeschlossen sein. Vorarlberg wird eine von mehreren Modellregionen.

Die Folgen des Fachkräftemangel im Pflegebereich sind schon jetzt zu spüren. „Bis 2030 werden in ganz Österreich 76.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt“, ließ Arbeitsminister Martin Kocher bei seinem Besuch im Ländle wissen. Gegensteuern will er unter anderem mit der dreijährigen Lehre zur Pflegeassistenz bzw. in vier Jahren zur Pflegefachassistenz.

Eckpunkte sollen bis Herbst fixiert sein

Mit den Sozialpartnern und den Ländern würden die Bedingungen für die Ausbildung ausgearbeitet. In Vorarlberg gibt es bereits seit ein paar Jahren eine eigene Arbeitsgruppe. „Die Fortschritte sind so weit, dass wir nächstes Jahr starten können“, betonte Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher. Dazu müssten nur mehr die rechtlichen Rahmenbedingungen - Inhalte des Lehrplans, Details zur Qualifikation der Ausbildner und zur Lehrlingsentschädigung - spätestens im Herbst stehen. Im Februar, wenn sich Jugendliche für eine Ausbildung entscheiden, sollte mit dem Bewerbungsprozess gestartet werden.

Florian Kresser, Geschäftsführer des Sozialunternehmens Aqua Mühle, gehört zur den Mitgliedern der Arbeitsgruppe. Ein Thema, das die Mitglieder beschäftigt hätte, sei die Altersgrenze bei der Ausbildung gewesen. Während Kocher dafür plädiert, die Altergrenze von 17 Jahren einzuhalten, betont Kresser, dass es durchaus 15-Jährige gebe, die sich in Richtung Pflege orientieren - und auch Betriebe, die ausbilden wollen.

Junge Menschen sollen in Pflegejob hineinwachsen

Schon jetzt braucht das Personal viel Durchhaltevermögen. „Daher müssen die Rahmenbedingungen so sein, dass junge Menschen über den Zugang einer Lehre in die Pflege hinein wachsen können“, meinte Kresser. Der Geschäftsführer verwies zudem auf gute Erfahrungen mit dem Modellprojekt „Ausbildungskombination Betriebsdienstleistungslehre und Pflegeassistenz“ und die Schweizer Lehre zur Pflegefachkraft. Dort gab es 2018 rund 12.800 Lernende in der Pflege. „Das hat schon Kraft, das System zu entlasten!“

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