6 Angeklagte in Tirol

170 Menschen von und nach Österreich geschleppt

Tirol
22.07.2022 06:00

Von 2001 bis 2021 sollen sechs Männer unterschiedlichster Herkunft insgesamt mehr als 170 Personen illegal von und nach Österreich gebracht haben. Am Donnerstag standen sie vor dem Innsbrucker Landesgericht. Unter den Angeklagten: der mutmaßliche Österreich-Chef der europaweit agierenden Bande.

Dem Zweitangeklagten werden vierzig Fakten vorgeworfen. Er gesteht: „In Österreich war ich der Kopf.“ Der oberste Boss allerdings sitze in Italien. Weitere vier Angeklagte sind vollinhaltlich geständig, nur der Erstangeklagte druckst herum.

„Wir haben Personen geholfen und nur Kleinigkeiten dafür erhalten“, versucht sich der Österreich-Boss zu rechtfertigen. Tatsächlich gibt es jedoch Beweismaterial, etwa von Geschleppten angefertigte Videos und Zeugenaussagen, die ein anderes Bild zeichnen.

Hinweise auf Tarife allerdings nichts verifizierbar
7000 Euro soll da schon einmal ein Transfer von der Türkei ins Zielland, 700 Euro etwa eine Reise von Wien nach Italien gekostet haben. Die Zahlen beruhen auf Angaben eines Angeklagten. Laut Staatsanwaltschaft habe man jedenfalls gut gelebt und gefeiert. Von A nach B gebracht habe man die Personen entweder mit dem Auto oder per Zug. Vor allem der nur teilweise geständige Erstangeklagte will nur mit dem Ticketkauf geholfen haben.

Das Gericht verhängt Haftstrafen von 15 Monaten bis vier Jahren. Nicht rechtskräftig.

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