Schiffe stehen bereit
Ukraine: Getreide-Export über Donau möglich
Die Ukraine kann Regierungsangaben zufolge trotz der russischen Blockade der Schwarzmeerhäfen Getreide per Schiff über die Donau exportieren. „In den letzten vier Tagen haben 16 Schiffe die Flussmündung von Bistrau passiert“, sagte der stellvertretende Infrastrukturminister Juri Waskow. „Wir planen, dieses Tempo beizubehalten.“
Die 16 Schiffe würden nun darauf warten, mit ukrainischem Getreide für den Export ins Ausland beladen zu werden. Die Ukraine ist einer der weltgrößten Exporteure von Weizen und anderem Getreide.
Ukraine fordert Erhöhung der Durchfahrtskapazität für Getreide
Mehr als 90 weitere Schiffe stünden im rumänischen Sulina-Kanal bereit. Auf der Sulina-Route könnten bisher vier Schiffe pro Tag abgefertigt werden, für den Getreideexport seien aber acht Schiffe pro Tag nötig. Die Ukraine verhandle mit den rumänischen Kollegen und Vertretern der Europäischen Kommission über eine Erhöhung der Durchfahrtskapazität.
Verhandlungen in Istanbul über Getreidelieferungen über Schwarzes Meer
Am Mittwoch beraten Delegationen aus Russland und der Ukraine in der Türkei über eine Wiederaufnahme der Getreidelieferungen über das Schwarze Meer. An dem Treffen in Istanbul werden nach türkischen Angaben auch Vertreter der UNO und der Türkei beteiligt sein. In den ukrainischen Häfen, die unter russischer Kontrolle stehen oder von russischen Truppen blockiert werden, stecken Millionen Tonnen Weizen fest.
Seit Beginn des Ukraine-Krieges am 24. Februar hat sich in vielen Ländern die Getreideversorgung verschlechtert. Die Türkei pflegt traditionell gute Beziehungen sowohl zur Ukraine als auch zu Russland und bemüht sich um eine Vermittlung zwischen den Konfliktparteien.















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