Nur auf Stein gezielt

Kärntner schoss mit Luftdruckgewehr auf Fahrzeuge

Österreich
02.08.2011 08:28
Ein 58-jähriger Tankstellenpächter steht im dringenden Verdacht, am Sonntag in der Gemeinde Mörtschach im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten mit einem Luftdruckgewehr auf vier vorbeifahrende Autos geschossen und diese beschädigt zu haben. Am Montag konnte der Verdächtige zu Hause angetroffen und befragt werden. Er gab an, nur auf einen Stein gezielt zu haben.

"Die Erhebungen sind noch nicht abgeschlossen", sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio am Montag. Nach dem ersten Vorfall am 16.Juli, bei dem der Wagen eines 44-jährigen Arbeiters aus Großkirchheim auf der Glocknerstraße unter Beschuss genommen wurde - am Auto entstanden einige Millimeter große Eindellungen - , hatten die Ermittler noch keinen konkreten Verdächtigen identifiziert, erst seit Sonntag waren sie dem 58-Jährigen auf der Spur.

Lediglich Zielübungen auf einen Straßenstein
Der Mann soll kaum Sozialkontakte haben und wird als "Sonderling" beschrieben. Zudem soll er in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Am Montag war der Unternehmer zu Hause und konnte endlich zu den Vorwürfen befragt werden. Er gestand, mit seiner Luftdruckpistole 20 bis 30 Mal vom Balkon seines Wohnhauses aus geschossen zu haben. Doch es wären lediglich Zielübungen auf einen Straßenstein gewesen. Der Schütze bestritt, dabei auch nur ein einziges Fahrzeug getroffen zu haben.

Eine Luftdruckpistole sowie eine CO2-Pistole, für beides ist kein Waffenschein nötig, wurden sicher gestellt. Der 58-jährige, gegen den die Ermittlungen weiter laufen, kann mit Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit rechnen. Die Höhe des Sachschadens an den Fahrzeugen ist vorerst nicht bekannt.

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