Seit 33 Jahren lenkt Bürgermeister Johann Strasser (ÖVP) die Geschicke in Eugendorf. In diesem Zeitraum ist viel passiert. Eine Zahl ist besonders beeindruckend: zehn. Denn alleine mit sovielen Verkehrslandesräten hatte der 73-Jährige in seiner Amtszeit zu tun. Viel mehr dürften es nicht mehr werden. Denn in der Flachgauer Gemeinde ist schon alles für einen Wechsel an der Ortsspitze vorbereitet.
Im ersten Halbjahr des kommenden Jahres will Strasser sein Amt übergeben. Knapp ein Jahr vor der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2024 soll der jetzige Vize Robert Bimminger übernehmen. Der wurde von Strasser seit 2019 an das Amt herangeführt und hat immer mehr Aufgaben bekommen. „Ich bin überzeugt, dass es eine breite Zustimmung geben wird“, so Strasser. Sinnbildlich für den Wechsel steht bereits jetzt die neue Freizeitanlage der Gemeinde. Die wurde von den Nachfolgern schon umgesetzt.
Grundreserve und mehr Platz für Kinderbetreuung
Geplant ist auch die Aufschließung einer großen Wasserquelle im Ort, letzte Überprüfungen laufen. „Erst wenn alles zu hundert Prozent passt, setzten wir die Pläne um“, so Strasser.
Die Quelle befindet sich unmittelbar neben dem neuen Konradinum. Der Altbau im Ortszentrum wird jetzt abgerissen. Was mit dem Grund passiert, wird Strasser nicht mehr entscheiden: „Es ist fürs erste eine Grundreserve.“ Neugebaut wird jedenfalls die Kinderbetreuung mit acht Gruppen im Ortsteil Reitberg, um das Zentrum zu entlasten.
Was Strasser seinem Nachfolger mitgibt? „Eine Gemeinde ist Dienstleister und kein Wirtschaftsunternehmen“, so der Ortschef, der sich selbst nie als Partei-Politiker gesehen hat.
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