Schweren Herzens hatte Paul Lindner (Bikefriends Salzburg) vergangenen Mittwoch für das „Race across the alps“ mit Start und Ziel in Nauders (T) abgesagt. Als einziger Teilnehmer war der 58-jährige Salzburger bisher bei allen 20 Auflagen des „härtesten Eintages-Radrennens der Welt“ (540 Kilometer, 14.000 Höhenmeter) dabei, zweimal hat er es gewonnen. Just die 21. Auflage schien wegen massiver Rückenprobleme in weiter Ferne.
Lindner gab zu: „Es hat mir keine Ruhe gelassen“
Doch der unzerstörbare Pauli („Es hat mir keine Ruhe gelassen“) entschloss sich kurzfristig doch zum Start – mit Schmerztabletten. Und fuhr er nach zwölf Alpenpässen und 26 Stunden im Sattel (!) als Siebter ins Ziel, damit als Zweiter der Ultracycling-Staatsmeisterschaft! 30 Auserwählte standen am Start, fast die Hälfte musste aufgeben. „Ich habe durchgebissen, auch wenn ich mich bei der Auffahrt zum Gavia-Pass vor der Wetterfront ein bisschen gefürchtet habe. Oben hat es gehagelt und geschneit, ich musste mich eine halbe Stunde im Betreuerauto aufwärmen.“
Speicher mit Pizza, Nudeln und Bier aufgefüllt
Das Rennen hat er, selbst für ihn überraschend, körperlich gut überstanden, die leeren Speicher mit Pizza, Nudeln und „ein paar Bier“ wieder aufgefüllt. Gestern fuhr er zur Regeneration schon wieder auf den Gaisberg. „Und für 2023 bin ich bereits angemeldet.“ Zuvor wartet aber wohl eine Rücken-OP.
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