Rätsel um Einsatz

Chaos-Klub blockiert Wechsel zum Lokalrivalen

Nach dem Ablauf der Transferfrist im Salzburger Fußball-Unterhaus beschäftigt eine kuriose Causa den Fußballverband. Ein Spieler beteuert per eidesstattlicher Erklärung, in der abgelaufenen Saison keinen Einsatz für den BSK 1933 absolviert zu haben. Dieser will aber Geld für den Kicker. 

Im Salzburger Fußball-Unterhaus herrschte in der abgelaufenen Transferphase wieder ein munteres Kommen und Gehen. Ein paar weitere Wechsel dürften auch nach Ablauf der Frist noch dazu kommen. Man denke da an die Kahrimanovic-Brüder Mirnes und Mirel, die wie Filip Zaric vom lizenzlosen BSK 1933 zu Nordligist Hallein wechseln wollen.

Mirel Kahrimanovic (li.) hat weiterhin keine Freigabe für einen ablösefreien Wechsel erhalten.
Mirel Kahrimanovic (li.) hat weiterhin keine Freigabe für einen ablösefreien Wechsel erhalten.(Bild: Andreas Tröster)

Wechsel-Anfrage vorerst abgelehnt
Weil weiterhin aber unklar ist, wie es mit den Kickern des BSK – er hat bekanntlich keine Zulassung für den Meisterschaftsbetrieb 2026/27 erhalten – weitergeht und ob sie ablösefrei wechseln dürfen, verschieben sich die Transfers der genannten Akteure noch. 

Den SFV beschäftigt aber auch noch eine weitere Causa. Und wieder geht es um den ehemaligen Drittligisten, der nur im ÖFB-Cup auflaufen darf. So möchte Medin Djaferovic vom BSK zum Lokalrivalen, der ab der Spielzeit 2026/27 in der 2. Klasse Süd aufläuft, wechseln.

Schwere Knieverletzung kurz nach der Ankunft
Weil im ÖFB-Portal ein Einsatz in einem Testspiel im Februar 2026 vermerkt ist, will ihn der BSK aber nicht ablösefrei gehen lassen. Djaferovic, der in der abgelaufenen Saison sonst kein einziges Mal für den Verein aufgelaufen war, beteuert, auch diese Partie nicht absolviert zu haben. Und das sogar per eidesstattlicher Erklärung! 

Warum? Mitte Juli 2025 hatte sich der Ex-Regionalliga-Kicker eine komplette Ruptur des vorderen Kreuzbandes zugezogen. Aufgrund des Schweregrades der Verletzung sei er rund sieben Monate später noch nicht in der Lage gewesen, bei besagtem Testspiel auflaufen zu können.

Somit steht der Verdacht im Raum, dass ein anderer Kicker den Spielerpass von Djaferovic bei besagtem Testspiel verwendet hat. Das weist der BSK entschieden zurück. Der Fall liegt jetzt beim Kontroll- und Meldeausschuss des Fußballverbands. Mit einer Entscheidung ist wohl erst frühestens in der kommenden Woche zu rechnen. 

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