23.06.2022 10:30 |

Niedrigeres Tempo

Unfallrisiko in beliebten Urlaubsländern ist höher

Italien, Kroatien und Griechenland zählen im Sommer zu den besonders beliebten Reisezielen der Österreicher. Wie die Mobilitätsorganisation VCÖ am Dienstag in einer Aussendung hinwies, ist in allen drei Urlaubsländern das Unfallrisiko höher als in Österreich. Sicherer als hierzulande unterwegs sind Reisende indes in Nordeuropa und der Schweiz, wo niedrigere Tempolimits gelten.

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Mit 72 Verkehrstoten pro Million Einwohner gab es in Kroatien im Vorjahr fast doppelt so viele Todesopfer wie in Österreich mit 40, in der EU war nur in Lettland, Bulgarien und Rumänien der Straßenverkehr noch gefährlicher, wie eine VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des European Traffic Safety Council ergab. In Italien gab es im Vorjahr pro Million Personen 48 Verkehrstote, in Griechenland 57. Auch in einigen Nachbarländern ist die Unfallgefahr höher als in Österreich: In Tschechien kamen im Vorjahr bei Verkehrsunfällen 50 Menschen pro Million Einwohner ums Leben, in Slowenien 54 und in Ungarn 56.

Höchste Verkehrssicherheit in der Schweiz
Im Vergleich der Nachbarländer weist die Schweiz die höchste Verkehrssicherheit auf. Dort kamen im Vorjahr pro Million Einwohner 23 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. „Die höhere Verkehrssicherheit kommt nicht von ungefähr. Besonders die niedrigeren Tempolimits wirken. In der Schweiz gilt auf Autobahnen Tempolimit 120, auf Freilandstraßen als Regelgeschwindigkeit Tempo 80 und beim Übertreten von Tempolimits gibt es nur eine sehr geringe Toleranzgrenze. Die Ortsgebiete sind in der Regel verkehrsberuhigt“, erklärt Lina Mosshammer die Unterschiede. Da Bahnfahren um ein Vielfaches sicherer ist als Autofahren, trage auch die große Anzahl an Bahnfahrten zur höheren Verkehrssicherheit in der Schweiz bei.

Die niedrigste Anzahl an Verkehrstoten pro Million Einwohner weist in Europa Norwegen mit 15 auf. In Norwegen gilt auf Freilandstraßen Tempolimit 80, auf Autobahnen Tempolimit 100 und die Promillegrenze liegt bei 0,2. Innerhalb der EU sterben auf den Straßen in Malta und in Schweden die wenigsten Menschen, nämlich 17 bzw. 18 pro Million Einwohner. Auch in diesen beiden Ländern sind die Tempolimits niedriger.

„Niedrigeres Tempo reduziert den Reaktionsweg und den Bremsweg. Damit sinkt das Unfallrisiko und im Fall einer Kollision die Verletzungsschwere. Wer langsamer fährt, ist sicherer unterwegs und reduziert den Spritverbrauch, was gerade in Zeiten wie diesen die Urlaubskassa schont“, riet Mosshammer in der Aussendung. Wichtig für die Sicherheit sei außerdem nicht alkoholisiert am Steuer zu sitzen und sich auch nicht vom Handy ablenken zu lassen.

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