Gemächlich in Richtung Klima-Abgrund sei Oberösterreich unterwegs, meinen - wie berichtet - die Grünen. Im Landtag, beim Umgang mit grünen Anträgen, mag das ja so sein. Aber außerhalb von Gesetzgebung und Resolutionsversandbüro geht’s in der Praxis doch fast hyperaktiv in Richtung Energiewende, macht ÖVP-Landesrat Markus Achleitner klar. Dabei spielt die Raumordnung auch eine immer größere Rolle: Wo sind die richtigen „Kraftplätze“ zum Beispiel für Nahwärmeanlagen oder Öffi-Investitionen?
„Ein Bundesländervergleich zeigt ganz klar, dass Oberösterreich das ,Land der Erneuerbaren Nr. 1’ der Republik ist“, wie der Politiker darlegt. In Oberösterreich kommen ihm zufolge 84 Prozent des Stroms und 61 Prozent der Raumwärme aus erneuerbaren Energien. Wobei Oberösterreich bei Wasserkraft, Biomasse und Solarenergie bereits an der Spitze aller Bundesländer liege, siehe die Grafik.
Nicht erst seit Ukraine-Krieg Priorität
Landesrat Achleitner stellt das so in den Gesamtzusammenhang: „Nicht erst aufgrund der Auswirkungen des fürchterlichen Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine setzt Oberösterreich auf einen möglichst raschen Ausstieg aus fossilen Energien. Mit unserem ehrgeizigen OÖ. Energie- und Klima-Maßnahmenplan #upperENERGY werden auch schon längst konkrete Schritte in diese Richtung gesetzt.“
Ein neues Projekt für die Gemeinden
Immer neue Stellschrauben zum Weiterdrehen der Energiewende kämen dazu, betont Achleitner. Zum Beispiel das Projekt „Energieraumplanung in OÖ“, das der Politiker als Energie- und Raumordnungslandesrat gleich zweifach trägt, siehe auch die Karikatur. „Da geht es um Klimaschutz und Energiewende mit raumplanerischen Mitteln und dabei um Unterstützung für die Gemeinden“, erläutert er.
Was sind denn da die Ziele?
Was heißt das? Ziel ist das Identifizieren von Planungsräumen für energieoptimierte und klimafreundliche Ortsentwicklung. Noch konkreter: Wo kommen Nah- und Fernwärmeversorgung am besten hin? Welche Siedlungsbereiche eignen sich ideal für den „Umweltverbund“, also fürs Zu-Fuß-Gehen und Radfahren bzw. die weitere Öffi-Erschließung.
Drei Pilot-Gemeinden gibt es bereits
In drei Gemeinden mit sehr unterschiedlichen Siedlungsstrukturen wird all das gerade erprobt: in Sankt Georgen an der Gusen, Steyr und Bad Goisern.
INFOBOX: Was versteht man unter Energieraumplanung?
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